Linux 7.1 hat gerade damit begonnen, die Unterstützung für i486-Prozessoren schrittweise zu entfernen, und auch verwandte alte Hardwaretreiber (wie die für den AMD Elan SoC des letzten Jahrhunderts) waren auf dem Weg zum Ausstieg. Jetzt wird diese optimierte Aktion im geplanten Linux 7.2 weiter auf einige Prozessoren der i586- und i686-Ebene ausgeweitet.

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Nach dem offiziellen Abschied von i486 „operierten“ Kernel-Entwickler weiterhin auf i586/i686-Prozessoren ohne TSC (Time Stamp Counter, Zeitstempel-Zähleranweisung). Für diese frühen CPUs ohne TSC-Anweisungen wird die Aufrechterhaltung ihrer Kompatibilitätspfade als immer kostspieliger und schwieriger erachtet, um den sich entwickelnden Anforderungen moderner Linux-Systeme gerecht zu werden. Daher wird die Unterstützung für diese Prozessoren eingestellt. Intel Pentium und Prozessoren derselben Generation, die noch über TSC-Fähigkeiten verfügen, sind nicht betroffen. Diese Bereinigungsrunde zielt nur auf i586/i686-CPUs ab, denen TSC fehlt.

Unter den betroffenen Prozessoren sind AMD K5 und mehrere Cyrix-Prozessormodelle prominenter. AMD K5 ist AMDs erster x86-Prozessor, der vom hauseigenen Designteam völlig unabhängig entwickelt wurde. Es wurde 1996 offiziell veröffentlicht und war damals hauptsächlich auf den Intel Pentium ausgerichtet. Mit der Zeit hat sich diese CPU-Generation längst aus den Mainstream-Nutzungsszenarien zurückgezogen und wird nun auf Linux-Kernel-Ebene nicht mehr besonders gepflegt.

Der Support-Entfernungspatch für CONFIG_M586 ohne TSC wurde in den „x86/cpu“-Zweig im tip/tip.git-Repository eingefügt, das von Kernel-Betreuern verwendet wird. Dieser Patch wird voraussichtlich während des bevorstehenden Zusammenführungsfensters von Linux 7.2 offiziell eingereicht und damit in den Hauptentwicklungsprozess aufgenommen.

Sobald dieser Stapel alter CPU-Unterstützung bereinigt ist, kann Linux standardmäßig davon ausgehen, dass das System während der Startphase TSC-fähig ist, und CONFIG_X86_TSC als unbedingt aktivierte Option festlegen. Auf dieser Basis können mehrere Kompatibilitätspfade, die um Nicht-TSC-Szenarien herum im Kernel-x86-Code geschrieben wurden, reibungslos gelöscht werden, was nicht nur den Wartungsaufwand reduziert, sondern auch zur Modernisierung und Optimierung des Codes beiträgt.

Das bedeutet, dass für Systembenutzer, die noch ältere i586/i686-Prozessoren ohne TSC wie AMD K5 verwenden, künftige Versionen des Linux-Kernels keine Unterstützung mehr bieten werden, was noch einmal die schwierige Balance zwischen „nach vorne schauen“ und „sich um Legacy-Hardware kümmern“ im Upstream-Kernel verdeutlicht, der sich allmählich zum ersteren neigt.