Mit der Angelegenheit vertrauten Personen zufolge ist Stellantis dabei, ein Joint Venture mit Dongfeng Motor und eine Vereinbarung zur Produktion von mindestens einem reinen Elektrofahrzeug unter der Marke Lantu für den chinesischen Autohersteller in seinem Werk in Rennes, Frankreich, bekannt zu geben. Quellen sagten, dass Stellantis gemäß der von den beiden Unternehmen unterzeichneten Absichtserklärung 51 % der Anteile des Joint Ventures halten wird. Der Deal könnte bereits am Mittwochmorgen bekannt gegeben werden, fügten die Quellen hinzu.

Der Schritt baut auf einem letzte Woche angekündigten Deal auf, wonach Dongfeng Motor in China Fahrzeuge der Marken Jeep und Peugeot bauen wird. Stellantis wird am Donnerstag eine Veranstaltung zum Kapitalmarkttag abhalten, bei der CEO Antonio Filosa den Anlegern voraussichtlich seine Pläne zur Rückgewinnung von Marktanteilen in Nordamerika und Europa darlegen wird.

Durch die Partnerschaft steht Stellantis auch an der Spitze der Bemühungen traditioneller Automobilhersteller, chinesische Automobilunternehmen dazu zu bringen, von stillgelegten Fabriken in ganz Europa zu profitieren.

Dongfeng Motor ist erst vor relativ kurzer Zeit in den europäischen Markt eingestiegen und verkauft Autos derzeit nur in einigen wenigen Märkten, darunter Italien und Polen. Laut Dataforce verkaufte das Unternehmen im Jahr 2025 in Europa lediglich 3.210 Autos der Marken Dongfeng und Lantu.

Anfang dieses Monats gab Stellantis eine Vereinbarung mit dem chinesischen Partner Leapmotor zur gemeinsamen Produktion von Autos in Spanien bekannt. Die beiden Autohersteller werden 2023 ein Joint Venture gründen, an dem Stellantis einen Anteil von 51 % hält.