Kürzlich veröffentlichte das ausländische Medium Tech4gamers einen Artikel, der sich mit dem Phänomen befasste, dass „Spieler mehr Spiele kaufen, als sie spielen“. Das Outlet behauptet, dass moderne Gamer weit mehr Spiele kaufen, als sie tatsächlich spielen können, und seltsamerweise nimmt dieses Phänomen nur zu. Große digitale Spielebibliotheken scheinen ein Ehrenzeichen zu sein, denn viele Spieler besitzen Hunderte von Spielen, von denen sie die meisten fast nie veröffentlichen. Hinter diesem Verhalten steckt viel mehr als nur impulsiver Konsum.

Ausländischer Medienbeitrag: Warum Spieler mehr Spiele kaufen, als sie spielen

Erstens ist „Game Inventory Backlog“ zu einem Teil des Gaming-Bereichs geworden. Für die heutigen Spieler ist der Kauf von Spielen äußerst bequem geworden und es gibt ständig verschiedene Rabatte. Daher können Spieler problemlos viele Spiele kaufen. Darüber hinaus kommt es auch häufig zu Spielveröffentlichungen, was die Spieler letztlich zum Horten animiert.

Zweitens führt der Kauf eines Spiels zwar zu einem fast mühelosen und sofortigen Dopaminstoß, das Starten eines neuen Spiels erfordert jedoch eine Investition von Aufmerksamkeit, Emotionen und Zeit. Je älter die Menschen werden und je beschäftigter sie sind, desto schwieriger wird es, diese zu erledigen. Zudem ist die Vorfreude auf ein Spiel oft spannender als das tatsächliche Erlebnis. Spieler stellen sich gerne vor, wie es wäre, ein 100-Stunden-AAA-Meisterwerk zu spielen ... Der Kauf eines Spiels stellt eine Möglichkeit dar und symbolisiert den zukünftigen Spaß, die Entspannung, die Aufregung und das Erfolgserlebnis bei einem Hobby, das der Spieler wirklich liebt.

Darüber hinaus bedeutet das tatsächliche Spielen dieser Spiele, dass man mit verschiedenen Möglichkeiten konfrontiert wird, wie zum Beispiel, dass das Spiel nicht geöffnet werden kann, dass es nicht gespielt werden kann, dass es nicht unterhaltsam genug ist, dass es zu schwierig ist oder dass man einfach keine Zeit hat, das Level zu beenden usw. Also entscheiden sich Spieler, sich diesen Möglichkeiten nicht zu stellen, sondern horten stattdessen immer mehr Spiele, genießen die Freude am Kauf und freuen sich darauf, sie zu spielen – Spiele, die sie vielleicht nie wirklich spielen werden.

Es gibt auch das Mitgliedsabonnementsystem, das das Eigentumskonzept der Spieler völlig verändert hat. Dienste wie Microsoft Game Pass und Sony PlayStation Plus machen Spiele zu einem endlosen Buffet. Spieler wählen ein Spiel nicht mehr sorgfältig aus, sondern stöbern in einer riesigen Spielebibliothek und haben immer das Gefühl, dass bessere Spiele auf sie warten. Auch die moderne Gaming-Kultur fördert dieses Verhalten, da digitale Geschäfte in erster Linie auf die Maximierung des Konsums ausgerichtet sind. Paradoxerweise führen jedoch mehr Auswahlmöglichkeiten zu weniger Spielzeit.

Ausländischer Medienbeitrag: Warum Spieler mehr Spiele kaufen, als sie spielen

Denn wenn Spieler mit zu vielen Möglichkeiten konfrontiert werden, setzt Entscheidungsmüdigkeit ein. Anstatt sich auf ein einziges Spielerlebnis zu konzentrieren, tendieren sie dazu, durch verschiedene Spiele zu wandern und schließlich ganz aufzugeben. Wenn ein Teil eines Spiels sie langweilt, wechseln moderne Spieler sofort zu einem anderen Spiel, um den Dopaminstoß zu bekommen.

Tech4gamers sagte: „Letztendlich ist es keine schlechte Sache, mehr Spiele zu kaufen, als man spielen kann. Für viele Menschen ist das Sammeln von Spielen zu einem Hobby geworden. Der Kauf von Spielen kann entspannend sein, wie der Besuch eines Buchladens oder das Organisieren einer Playlist. Nicht jedes Spiel muss seinen Wert durch seine Vollständigkeit in Ihrer Spielebibliothek unter Beweis stellen. Manchmal überwiegt die Zufriedenheit, einen Gegenstand zu besitzen, bei weitem die Freude, ihn zu benutzen.“