Eine NVIDIA GeForce RTX 3050 Ti-Desktop-Grafikkarte, die nie offiziell veröffentlicht wurde, wurde kürzlich im Internet veröffentlicht, was bestätigt, dass bei diesem Modell, das „nur auf der Notebook-Seite existiert“, tatsächlich eine Desktop-Version der technischen Musterkarte während der Ampere-Ära durchgesickert war.

Die vom Exposeur @GOKForFree bereitgestellten Bilder zeigen, dass diese Karte über ein Design mit zwei Lüftern und zwei Steckplätzen verfügt, über eine einzelne 8-Pin-Stromversorgungsschnittstelle mit Strom versorgt wird und auf dem ASUS-Motherboard installiert ist. Der Kartenkörper weist keine Markenbemalung auf und ist lediglich mit einem Etikett versehen, auf dem die Spezifikationen angegeben sind. Es wurde bekannt, dass die Karte von einem Hersteller namens „Robiny“ stammt, diese Marke war jedoch zuvor im Bereich der Grafikkarten kaum bekannt.

Dem Etikett und den GPU-Z-Screenshots nach zu urteilen, ist diese RTX 3050 Ti Desktop-GPU mit einem GA106-200-A1-Kern ausgestattet. Es verwendet die gleiche Generation des GA106-Kerns wie die bestehende GeForce RTX 3060, es handelt sich jedoch um eine beschnittene Version. Die Anzahl der CUDA-Kerne beträgt 3328, was etwa 7 % weniger ist als bei der RTX 3060. Der Videospeicherteil ist mit 6 GB GDDR6 mit einer 192-Bit-Bitbreite ausgestattet, was eine Videospeicherbandbreite von etwa 336 GB/s ergibt, was etwas weniger ist als bei der RTX 3060-Konfiguration. In dem Bericht wurde darauf hingewiesen, dass die Standardgrundfrequenz der Karte 1410 MHz beträgt und die Beschleunigungsfrequenz 1665 MHz erreichen kann. Allerdings handelt es sich bei diesen Frequenzangaben nicht um offizielle Parameter, sodass sie dennoch mit Vorsicht zu genießen sind.

Basierend auf den aktuell geleakten Spezifikationen liegt diese Desktop-Version der RTX 3050 Ti hinsichtlich der Leistungspositionierung näher an der RTX 3060 als die aktuell verkaufte RTX 3050. Die neu auf den Markt gebrachte Desktop-Version der RTX 3050 nutzt einen deutlich gekürzten GA106-Kern, während die Notebook-Version der RTX 3050 Ti auf dem kleineren GA107-Kern basiert und nur mit 4 GB GDDR6-Videospeicher ausgestattet ist. Daher ist diese 6 GB große GA106-Core-Desktop-Engineering-Beispielkarte hinsichtlich Rechenleistung und Bandbreite deutlich stärker als die mobile Version der RTX 3050 Ti. Allerdings ist die 6-GB-Videospeicherkapazität der Karte in heutigen Gaming- und Inhaltserstellungsszenarien bereits etwas knapp bemessen, und es gibt derzeit keine Hinweise darauf, dass NVIDIA jemals eine 12-GB-Videospeicherversion derselben Serie von Desktop-Produkten geplant hat.

Obwohl NVIDIA das RTX 3050 Ti-Modell nie offiziell auf dem Desktop-Markt veröffentlicht hat, beweist diese Enthüllung zumindest, dass sich für dieses Modell zwar eine Desktop-Version in der Produktplanungsphase befindet, diese jedoch letztendlich im Stadium der technischen Musterkarten verblieb und nicht für den Einzelhandelsmarkt eingeführt wurde. NVIDIA hat auf die strategische Wahl der Grafikkarten-Produktlinien der Einstiegsklasse nicht reagiert. Die Branche vermutet, dass die Gründe für solche nicht in Massenproduktion hergestellten Modelle mit Faktoren wie überlappenden Produktlinienpositionierungen, Kostenkontrolle oder Veränderungen in der Marktnachfrage zusammenhängen könnten.