Eine gemeinsam vom Institute of Science Tokyo und der Tokyo Central Clinic durchgeführte klinische Studie zeigt, dass ein Gummibärchen nach dem Abendessen, das durch Hitze abgetötete Bakterien enthält, voraussichtlich Zahnfleischbluten deutlich reduzieren und die Zahnfleischgesundheit verbessern wird, ohne die Gewohnheiten bei der täglichen Mundreinigung zu ändern.

Das Forschungsteam konzentrierte sich auf ein Produkt namens „Postbiotikum“, dessen Hauptbestandteil hitzeinaktivierte anaerobe grampositive Milchsäurebakterien sind – Lactiplantibacillus pentosus ONRICb0240. Es wird in eine Gummiform gebracht, die lange haltbar ist und zweimal täglich nach den Mahlzeiten verzehrt werden kann. Im Vergleich zu herkömmlichen Probiotika, die die Aktivität lebender Bakterien aufrechterhalten müssen, weist diese Art von Postbiotika eine höhere Stabilität während der Produktion und Lagerung auf, was der kommerziellen Werbung förderlich ist und das orale mikroökologische Gleichgewicht relativ wenig beeinträchtigt.
Insgesamt wurden 116 Erwachsene mit leichter Zahnfleischentzündung in die klinische Studie einbezogen. Die Teilnehmer wurden zufällig zwei Gruppen zugeteilt. Eine Gruppe verzehrte Gummibärchen, die durch Hitze abgetötete Bakterien enthielten, und die andere Gruppe verzehrte ein Placebo-Gummi, das diesen Inhaltsstoff nicht enthielt. Die Teilnehmer kauten die Gummibonbons sechs Wochen lang zweimal täglich nach den Mahlzeiten und wurden während des Versuchs nicht gebeten, ihre Zahnputzgewohnheiten zu ändern oder zusätzliche Mundpflegemaßnahmen durchzuführen, was eine realistischere Einschätzung der tatsächlichen Wirksamkeit der Intervention unter alltäglichen Bedingungen ermöglichte.
Nach den sechs Wochen bewerteten die Forscher den Zahnfleischzustand der Probanden und konzentrierten sich dabei auf häufig verwendete Indikatoren für Zahnfleischentzündungen wie den Zahnfleischindex und Zahnfleischbluten. Die Ergebnisse zeigten, dass diejenigen, die die postbiotischen Gummis konsumierten, im Vergleich zur Placebogruppe deutlich weniger Zahnfleischbluten hatten und ihr Zahnfleisch insgesamt gesünder aussah, was eine Verbesserung der entzündungshemmenden Wirkung des Zahnfleischgewebes zeigte. Obwohl der Unterschied im Gingiva-Index zwischen den beiden Gruppen nicht signifikant war, war der Gingiva-Index der Probanden, die den bakterienhaltigen Zahnfleischeingriff erhielten, nach sechs Wochen im Vergleich zu ihren Ausgangswerten deutlich verbessert, was darauf hindeutet, dass das Produkt einen positiven Effekt auf die Linderung von Zahnfleischentzündungen hat.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sind weltweit etwa 1 Milliarde Menschen von schwerer Parodontitis betroffen. Die ersten Manifestationen sind meist Gingivitis. Typische Symptome sind rotes und geschwollenes Zahnfleisch sowie leichte Blutungen. Ohne Intervention kann sich die Gingivitis allmählich zu einer schwereren Parodontitis entwickeln, die schließlich zu einer Lockerung oder sogar zum Verlust der Zähne führt. Daher ist es für die öffentliche Mundgesundheit von großer Bedeutung, Entzündungen in einem frühen Stadium auf bequemere Weise zu kontrollieren.
Derzeit gilt eine gute Mundhygiene (wie regelmäßiges Zähneputzen, die Verwendung von Zahnseide etc.) noch als grundlegende Maßnahme zur Vorbeugung von Parodontitis, doch die Wissenschaft erforscht auch benutzerfreundlichere Hilfsmittel, um die Compliance der Bevölkerung nachhaltig zu verbessern. In diesem Zusammenhang ist die Verwendung nützlicher Bakterien oder ihrer Metaboliten zur Herstellung von Hilfsprodukten für die Mundgesundheit zu einem Bereich geworden, der in den letzten Jahren große Aufmerksamkeit erregt hat. Der Schlüssel liegt darin, gezielte entzündungshemmende oder schützende Wirkungen auszuüben, ohne das Gesamtgleichgewicht der oralen Mikrobiota zu zerstören.
Der Grund, warum durch Hitze abgetötete Bakterien Aufmerksamkeit erregt haben, liegt darin, dass diese Art von „nicht lebensfähigen Bakterien“ nicht nur einige nützliche biologische Aktivitäten beibehält, sondern auch während der Produktion, des Transports und der Haltbarkeitsdauer äußerst stabil bleibt, was die Lagerungs- und Verwendungsschwelle senkt. Das Forschungsteam geht davon aus, dass die in dieser Studie beobachtete Verringerung der Zahnfleischblutung hauptsächlich mit der entzündungshemmenden Wirkung der postbiotischen Inhaltsstoffe in den Gummibärchen zusammenhängt. Durch die Regulierung der lokalen Entzündungsreaktion soll das Risiko des Fortschreitens einer Gingivitis im Frühstadium verringert werden.
Studienleiter Professor Takayuki Iwata sagte, die Studie habe das Gummiprodukt unter „Alltagsbedingungen“ bewertet und dabei geholfen, sein Potenzial für den praktischen Einsatz in der Allgemeinbevölkerung realistischer zu untersuchen. Als nächstes plant das Team, den Wirkmechanismus weiter zu analysieren, insbesondere wie diese durch Hitze abgetöteten Bakterien und ihre Metaboliten die Immunität der Mundschleimhaut und die Mikrobiota-Zusammensetzung auf mikroskopischer Ebene beeinflussen, und die nachhaltige Auswirkung und Sicherheit der Langzeitanwendung auf die allgemeine Mundgesundheit zu bewerten.
Die Forschungsergebnisse wurden in der renommierten parodontologischen Fachzeitschrift „Journal of Periodontology“ veröffentlicht und liefern vorläufige klinische Beweise für die Anwendung postbiotischer oraler Präparate im Bereich des Mundgesundheitsmanagements. Relevante Informationen wurden von der Tokyo University of Science veröffentlicht und von unabhängigen Redakteuren geprüft und auf Fakten überprüft. Es zeigt, dass diese Art von Produkten das Potenzial hat, eine neue Zusatzoption neben herkömmlichen Zahnbürsten, Zahnseide und Mundwasser zu werden. Die tatsächliche Förderung erfordert jedoch noch weitere groß angelegte und langfristige Folgestudien zur Überprüfung.