Eine aktuelle landesweite Umfrage des Pew Research Center zeigt, dass sich in der amerikanischen Gesellschaft ein relativ klarer regulatorischer Konsens zum Thema der Nutzung sozialer Medien durch Minderjährige gebildet hat: Fast 60 % der amerikanischen Erwachsenen befürworten ein Verbot für Personen unter 16 Jahren, Social-Media-Plattformen zu nutzen. Dieses Ergebnis spiegelt wider, dass sich gesellschaftliche Debatten über die psychische Gesundheit von Minderjährigen, Online-Sicherheit und Plattformverantwortung allmählich in praktische Unterstützung für strengere politische Instrumente verwandeln.




Laut Umfragedaten befürworten etwa 56 % der amerikanischen Erwachsenen die Einführung eines Social-Media-Verbots für Jugendliche unter 16 Jahren, nur etwa 21 % lehnen es eindeutig ab und etwa 23 % der Befragten sind unsicher. Die Umfrage wurde vom Pew Research Center vom 26. Mai bis 1. Juni 2026 unter fast 10.000 amerikanischen Erwachsenen durchgeführt und ist mit Sicherheit repräsentativ. Im Vergleich zu früheren Umfragen zu Themen wie „Begrenzung der Dauer der Nutzung sozialer Medien durch Minderjährige“ und „Altersüberprüfung“ zeigen diese Daten, dass die amerikanische Öffentlichkeit auch einen mehrheitlichen Trend zur Unterstützung direkter „Altersverbote“ zeigt.
Unter den verschiedenen Altersgruppen befürworten insbesondere junge und mittlere Befragte das Verbot. Die Umfrage zeigt, dass etwa 63 % der Erwachsenen im Alter von 30 bis 49 Jahren ein Verbot der Nutzung sozialer Medien durch Personen unter 16 Jahren befürworten, und etwa 57 % der 50 bis 64-Jährigen befürworten es. Im Gegensatz dazu stehen Menschen ab 65 Jahren dem Verbot relativ zurückhaltend gegenüber, nur etwa die Hälfte ist dafür. Analysten wiesen darauf hin, dass dies möglicherweise mit Unterschieden in den Nutzungsgewohnheiten sozialer Medien, der Risikowahrnehmung und der Toleranz gegenüber staatlichen Eingriffen zwischen verschiedenen Generationen zusammenhängt.
Ob Sie ein Elternteil sind oder nicht, ist ebenfalls einer der wichtigen Faktoren, die die Einstellung beeinflussen. Die Umfrage zeigt, dass von den Eltern minderjähriger Kinder unter 18 Jahren etwa 65 % die Einführung eines Social-Media-Verbots für Personen unter 16 Jahren befürworten, während nur etwa 17 % sich explizit dagegen aussprechen. Selbst unter Erwachsenen ohne Kinder befürworten etwa 52 % das Verbot und etwa 22 % sind dagegen. Dies zeigt, dass die Nutzung sozialer Medien durch Minderjährige nicht mehr nur ein „Elternproblem“ ist, sondern als umfassenderes Problem im Bereich der öffentlichen Gesundheit und der sozialen Governance betrachtet wird.
Es ist erwähnenswert, dass die öffentliche Meinung zur Social-Media-Regulierung einen parteiübergreifenden Charakter annimmt. Die Umfrageergebnisse von Pew zeigen, dass etwa 59 % der republikanischen Anhänger und etwa 54 % der demokratischen Anhänger ein Verbot der Nutzung sozialer Medien durch Personen unter 16 Jahren befürworten, und die Unterstützungsquoten der beiden Parteien sind ähnlich. Unter denjenigen, die das Verbot eindeutig ablehnen, sind etwa 19 % Anhänger der Republikaner und etwa 23 % Anhänger der Demokraten. Im aktuellen stark polarisierten politischen Umfeld zeigt diese relativ konsistente Haltung, dass die Online-Sicherheit und die psychische Gesundheit von Minderjährigen zu einem der wenigen öffentlichen Themen werden, die über parteipolitische Differenzen hinweggehen können.
Neben „direkten Verboten“ zeigt die amerikanische Öffentlichkeit auch eine größere Unterstützung für eine Reihe unterstützender Regulierungsmaßnahmen. Umfragen zeigen, dass etwa 85 % der Erwachsenen dafür sind, dass Minderjährige beim Erstellen von Social-Media-Konten die Zustimmung der Eltern einholen müssen. Darüber hinaus sind rund 78 % der Befragten der Meinung, dass Nutzer vor der Nutzung sozialer Medien zu einer zuverlässigen Altersverifizierung verpflichtet werden sollten und dass technische und institutionelle Maßnahmen ergriffen werden sollten, um zu verhindern, dass Minderjährige Altersbeschränkungen umgehen. In Bezug auf Maßnahmen zur Begrenzung der täglichen Social-Media-Nutzungszeit von Minderjährigen liegt die Unterstützung ebenfalls bei etwa 78 %, was gegenüber der Unterstützungsrate von 69 % in der entsprechenden Umfrage im Jahr 2023 einen weiteren Anstieg darstellt.
Auf internationaler Ebene haben viele Länder sukzessive ähnliche Gesetzgebungsversuche vorangetrieben. Zuvor hatte Australien ein Gesetz verabschiedet, das ab 2024 Kindern unter 16 Jahren die Nutzung sozialer Medien verbietet. Dänemark plant, ein Plattformverbot für Nutzer unter 15 Jahren einzuführen, und auch die britischen Regulierungsbehörden haben öffentlich erklärt, dass sie Altersbeschränkungen oder Dauerbeschränkungen in Betracht ziehen werden. Eine weltweite Umfrage zeigt, dass etwa 65 % der Befragten ein Verbot der Nutzung sozialer Medien für Kinder unter 14 Jahren befürworten, was darauf hinweist, dass das Thema der Online-Sicherheit von Minderjährigen zu einem allgemeinen Thema in der internationalen öffentlichen Politik geworden ist.
Allerdings warnen Experten auch davor, dass die Verhängung von Social-Media-Verboten für Minderjährige keine „Null-Risiko“-Lösung sei. Mehrere Studien und Politikbewertungen haben darauf hingewiesen, dass es derzeit nicht genügend Beweise dafür gibt, dass ein umfassendes Verbot die psychische Gesundheit von Jugendlichen erheblich verbessern kann. Stattdessen kann es zu einer Reihe unterstützender Probleme kommen, wie z. B. Schwierigkeiten bei der Umsetzung, Schutz der Privatsphäre, Meinungsfreiheit und Zugang zu Bildungsressourcen. Einige Wissenschaftler glauben, dass es zum Aufbau einer sichereren digitalen Umgebung besser ist, die Bindungskraft in Bezug auf Plattformverantwortung, Algorithmusdesign und Inhaltsüberprüfungssysteme zu stärken, als sich ausschließlich auf Altersverbote zu verlassen.
Insgesamt spiegelt die jüngste Umfrage des Pew Research Center wider, dass die amerikanische Gesellschaft einen strukturellen Wandel in ihrer Einstellung gegenüber der Nutzung sozialer Medien durch Minderjährige durchläuft: von „Erinnerungen und Anleitungen“ bis hin zur schrittweisen Unterstützung strengerer institutioneller Beschränkungen. Vor dem Hintergrund, dass die öffentliche Meinung eine „Ermächtigung“ zu einer Verschärfung der Politik erteilt hat, könnten gesetzgebende Körperschaften und Regulierungsbehörden auf Bundes- und Landesebene in den USA in Zukunft spezifischere Politikkombinationen in Bezug auf Altersbeschränkungen, Zustimmung der Eltern, Zeitmanagement, Altersüberprüfung usw. einführen. Die Frage, wie ein Gleichgewicht zwischen dem Schutz der körperlichen und geistigen Gesundheit von Jugendlichen und der Wahrung ihres Rechts auf Teilhabe am digitalen Zeitalter hergestellt werden kann, wird im Mittelpunkt der anschließenden politischen Debatte stehen.