Die neuesten Nachrichten aus der Branche zeigen, dass Samsung immer noch sehr vorsichtig ist, wenn es darum geht, herkömmliche Lithiumbatterien aufzugeben und bei seinem Top-Flaggschiff-Smartphone Galaxy S27 Ultra der nächsten Generation vollständig auf die neue Silizium-Kohlenstoff-Anodenbatterietechnologie (Si-C) umzusteigen. Überraschenderweise liegt der Grund für Samsungs Zögern nicht in der Unsicherheit der Batterietechnologie selbst, sondern in den extrem hohen Herstellungskosten dahinter.

Nach Angaben ausländischer Whistleblower auf verschlüsselten sozialen Plattformen liegt der Grund, warum Samsung sich zumindest vorerst von Silizium-Kohlenstoff-Batterien ferngehalten hat, vor allem in der enormen Diskrepanz bei den Beschaffungskosten. Daten zeigen, dass Samsung für jeweils 10 Millionen gekaufte herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien nur 12 bis 15 Millionen US-Dollar zahlt; Wenn das Galaxy S27 Ultra jedoch bei gleichem Liefervolumen auf hochdichte Silizium-Kohlenstoff-Batterien umsteigt, steigen die Anschaffungskosten auf 22 bis 28 Millionen US-Dollar. Wenn man bedenkt, dass sich die globale PC- und Smartphone-Branche derzeit mitten in einer DRAM-Speicherknappheitskrise befindet, hat der Anstieg der Anschaffungskosten für Speicher die Gewinnmargen der Hardwarehersteller erheblich geschmälert. Um unnötige Kostenstapel in der Lieferkette zu vermeiden, unternimmt Samsung daher alles, um zusätzliche finanzielle Risiken zu vermeiden.

Obwohl die Herstellungskosten die Einführung neuer Batteriematerialien behindern, bedeutet dies nicht, dass Samsung beschlossen hat, die Fortschritte bei der Batterielebensdauer einzustellen. Im Gegenteil, die neuesten Testinformationen zeigen, dass Samsung derzeit die von Samsung SDI bereitgestellte Roadmap für die neue Batterietechnologie neu bewertet und aktiv neue Batterieeinheiten mit Kapazitäten zwischen 5600 mAh und 5800 mAh testet, um die im Wesentlichen fertiggestellte herkömmliche Lithiumbatterielösung mit 5200 mAh zu ersetzen.

Wenn diese intensive Testrunde erfolgreich bestanden werden kann, wird das Galaxy S27 Ultra voraussichtlich irgendwann mit einem Hochleistungsakku mit einer Nennkapazität von mehr als 5500 mAh ausgestattet sein. Dies wird auch der erste wesentliche Durchbruch bei der Akkukapazität für Samsungs frühere Ultra-Flaggschiffmodelle sein, seit das Galaxy S20 Ultra erstmals die 5000-mAh-Obergrenze erreicht hat.

Obwohl die endgültigen Spezifikationen von Samsung im Vergleich zur aggressiven Einführung von Silizium-Kohlenstoff-Batterien und sogar Lösungen mit großer Kapazität von mehr als 6.000 mAh durch chinesische Smartphone-Hersteller in ihren Flaggschiff-Handys in Bezug auf die Parameter immer noch konservativ sein mögen, erwartet die Branche im Allgemeinen, dass Samsung die Generationslücke bei der Hardware durch tiefgreifende Optimierung des Systems ausgleichen wird. Wenn Apple beispielsweise auch die Akkukapazität zukünftiger iPhones verbessert, kann Samsung auf verfeinerte Grundanpassungen für das OneUI-System der neuen Generation zurückgreifen, um den Stromverbrauch in bestimmten täglichen Nutzungsszenarien deutlich zu senken und so die Akkulaufzeit zu verlängern.

Aufgrund früherer Gerüchte auf dem Markt, dass das Galaxy S27 Pro mit etwas niedrigeren Spezifikationen auch mit einem 5000-mAh-Akku ausgestattet sein wird, möchten Samsung-Verantwortliche offensichtlich nicht, dass Verbraucher einen Grund finden, „auf die Ultra-Version zu verzichten“. Vor dem Hintergrund der aktuellen Speicherkrise, die die Gesamtnachfrage nach globalen Smartphones bedroht und möglicherweise drückt, ist die Unterbringung von mehr Leistung in Top-End-Modellen durch Strukturoptimierung zweifellos die pragmatischste Strategie für Samsung, um seinen Flaggschiff-Marktanteil kurz- bis mittelfristig zu festigen und gegen Konkurrenten wie Apple zu kämpfen.