Das Weltraumforschungstechnologieunternehmen SpaceX kündigte am Montag einen neuen Plan für den Bau eines KI-Rechenzentrums an und bestätigte, dass es den Deorbitierungsbetrieb von etwa 100 Starlink-Satelliten der ersten Generation wie geplant vorantreibt. Damit beschleunigt das von Elon Musk geführte Luft- und Raumfahrtunternehmen seine Expansion in den Bereich der KI-Infrastruktur.

Nach Angaben des Unternehmens plant SpaceX den Bau eines Rechenzentrums speziell für KI-Workloads im Mittleren Westen der USA, das die Hochgeschwindigkeits- und Latenz-Daten-Backhaul-Funktionen seines Starlink-Satellitennetzwerks direkt nutzen wird. Das Rechenzentrum wird voraussichtlich eine installierte Kapazität von etwa 250 Megawatt haben und ein von SpaceX unabhängig entwickeltes Flüssigkeitskühlsystem und eine Energiemanagementlösung nutzen. Die erste Charge von Schränken soll im zweiten Quartal 2027 in Betrieb genommen werden.

Elon Musk, CEO von SpaceX, sagte in den sozialen Medien, dass Starlink nicht nur ein Tool zur Bereitstellung des Internetzugangs in abgelegenen Gebieten sei, sondern auch zu einem riesigen Datenübertragungsnetzwerk für KI-Computing werden könne. Da der Umfang der KI-Modelle immer weiter zunimmt, stellt das verteilte Training höhere Anforderungen an die Datensynchronisierung und Übertragungseffizienz. Die Low-Orbit-Satellitenarchitektur von SpaceX verfügt über ein einzigartiges Potenzial, dieses Problem zu lösen.

Gleichzeitig bestätigte SpaceX, dass es kontrollierte Deorbitierungsoperationen von etwa 100 Starlink-Satelliten der ersten Generation durchführt. Das Unternehmen sagte, die Satelliten hätten ihre vorgesehene Lebensdauer überschritten und würden so gesteuert, dass sie sicher in der Atmosphäre verbrennen und damit den internationalen Richtlinien zur Eindämmung von Weltraummüll entsprechen. SpaceX betonte, dass Deorbiting-Operationen keine Auswirkungen auf Servicesatelliten und Benutzerterminals im Orbit haben werden und dass die neue Generation von Starlink-Satelliten mit fortschrittlicheren Antriebssystemen ausgestattet ist und die Entsorgung am Ende ihrer Lebensdauer flexibler erreichen kann.

Analysten wiesen darauf hin, dass SpaceX gleichzeitig den Bau von Rechenzentren und Satelliten-Upgrades fördert und damit seine strategische Absicht zum Ausdruck bringt, eine integrierte KI-Infrastruktur „Weltraum + Boden“ aufzubauen. Es wird erwartet, dass dieses Layout KI-Unternehmen einzigartige integrierte Lösungen für Rechenleistung und Datenübertragung bietet und differenzierte Wettbewerbsbarrieren schafft. Beflügelt durch die Nachricht stiegen die SpaceX-Aktien im Montagshandel um etwa 3 %. Das Unternehmen plant, in den kommenden Monaten weitere Partner und technische Details zum KI-Rechenzentrum bekannt zu geben.