Kürzlich kündigte PlayStation Pläne an, die Produktion physischer Spiele-Discs vollständig einzustellen, ein Schritt, der große Gegenreaktionen und Kritik hervorrief. Einerseits ist dieser Schritt angesichts der heutigen Beliebtheit digitaler Spielebibliotheken nicht überraschend, andererseits fühlen sich viele Gamer durch die plötzliche Ankündigung von Sony betrogen.
Inmitten des Chaos bemerkte ein Brancheninsider, dass die Entscheidung von PlayStation offenbar rein gewinnorientiert sei. Bei der Erörterung der Beweggründe von Sony, eine vollständig digitale Zukunft voranzutreiben, erläuterte Jason Schreier die unterschiedlichen Gewinnmargen von PlayStation bei digitalen und physischen Verkäufen.

Bei Erstanbieter-Spielen verliert Sony in der Regel etwa 30 % seines Umsatzes durch den Verkauf eines 70-Dollar-Spiels. Darüber hinaus werden die Gewinne in Verbindung mit den Produktions- und Transportkosten für optische Datenträger weiter reduziert.
Sony hingegen kann alle digitalen Einnahmen behalten, da Erstanbieter-Spiele im eigenen Store verkauft werden. Bei Spielen von Drittanbietern erhält Sony bei jedem physischen Verkauf etwa 15 % der Lizenzgebühr. Der Verkauf digitaler Versionen beschert Sony einen höheren Anteil, nämlich fast 30 % jedes verkauften Exemplars.
Schreier sagte: „Der Hauptgrund ist, dass sie (Sony) ihre Gewinnspanne bei jedem Verkauf deutlich steigern werden. Der Verbraucher wird daraus keinen Nutzen ziehen.“

Laut Schreier erfolgt die Umstellung von PlayStation auf digitale Spiele nicht mit der Absicht, den Spielern die Wahlmöglichkeiten zu nehmen oder den Markt zu kontrollieren, sondern basiert ausschließlich auf wirtschaftlichen Überlegungen – der Erhöhung der Gewinnmargen.
Er wies auch darauf hin, dass Sony wahrscheinlich nachgerechnet hat und kam zu dem Schluss, dass selbst der Verlust eines Teils seines aktuellen Publikums für physische Spiele kein großer Schlag für das Unternehmen wäre.
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