Die bekannte Passwortverwaltungsanwendung 1Password gab am Donnerstag bekannt, dass sie offiziell Unterstützung für den künstlichen Intelligenzassistenten Claude hinzugefügt hat. Dies bedeutet, dass Claude nun die in 1Password gespeicherten Anmeldeinformationen aufrufen kann, um bei der Ausführung verschiedener Browseraufgaben zu helfen, die Automatisierungseffizienz zu verbessern und gleichzeitig die absolute Sicherheit der wichtigsten privaten Daten der Benutzer zu gewährleisten.

Mit dieser neuen Funktion kann Claude mit der Autorisierung des Benutzers Anmeldeinformationen und einmalige Verifizierungscodes von 1Password verwenden, der eigentliche Passwortinhalt wird Claude jedoch nie zugänglich gemacht. Beamte betonen, dass diese sensiblen Daten niemals in Claudes kontextuelles Gedächtnis gelangen und auch nicht in das Backend-System von Anthropic hochgeladen werden. Wenn Claude versucht, sich auf einer Website anzumelden, zeigt 1Password dem Benutzer deutlich die spezifischen Anmeldeinformationen an, auf die er Zugriff anfordert, und warum diese verwendet werden. Nachdem der Benutzer auf „Genehmigen“ geklickt hat, füllt 1Password die Anmeldeinformationen direkt auf der Webseite aus. Diese Berechtigung ist streng auf die aktuelle Aufgabe beschränkt und sobald die Aufgabe beendet ist, werden die Zugriffsrechte sofort beendet. Darüber hinaus sagte das 1Password-Team, dass die App nach Abschluss des automatischen Ausfüllens automatisch eine Sicherheitsüberprüfung durchführt, um sicherzustellen, dass auf der Seite keine Anmeldeinformationslecks aufgetreten sind. Es ist zu beachten, dass die Integration derzeit nur Anmeldeinformationen und einmalige Verifizierungscodes unterstützt und das Lesen von Kreditkarten- und Identitätsinformationen derzeit nicht unterstützt.

In Verbindung mit diesem Update führte die 1Password-Browsererweiterung auch einen neuen „Agentenmodus“ ein, um Benutzern noch mehr Kontrolle über den browserseitigen KI-Agenten zu geben. Wenn der KI-Agent übernimmt, wechselt die 1Password-Erweiterung automatisch in einen gesperrten Zustand, um zu verhindern, dass Passwörter preisgegeben werden. Zu diesem Zeitpunkt wird die Passwortschnittstelle vollständig ausgeblendet und der KI-Agent muss vom Benutzer die ausdrückliche Erlaubnis einholen, die entsprechenden Anmeldeinformationen zu verwenden. Selbst wenn der Benutzer die Claude-Integration nicht eingerichtet hat, schützt dieser Modus Passwörter effektiv vor den neugierigen Blicken verschiedener KI-Agenten unter der Haube.
Derzeit wurde diese speziell für Claude entwickelte 1Password-Integrationsfunktion auf der Mac-Plattform eingeführt und steht privaten, privaten und geschäftlichen 1Password-Abonnenten zur Verfügung. Für diese Funktion müssen Benutzer außerdem über ein Claude Pro-, Max-, Team- oder Enterprise-Abonnement verfügen. Im Hinblick auf die Anforderungen an die Betriebsumgebung müssen Benutzer sowohl die Desktop-Anwendung und Browser-Erweiterung von 1Password auf ihrem Gerät als auch die Desktop-Anwendung von Claude und die Browser-Erweiterung von Claude in Chrome installieren.