Kürzlich hat die koreanische Website 2P Game Arcade offiziell einen neuen Wettbewerb namens „1.44MB Game Development“ gestartet, bei dem unabhängige Spieleentwickler und Teams auf der ganzen Welt dazu eingeladen werden, ein Spiel vollständig auf einer 3,5-Zoll-High-Density-Diskette mit einer Kapazität von nur 1,44 MB zu präsentieren.

Gemäß den Wettbewerbsregeln ist die endgültige Dateigröße für alle Einsendungen streng auf 1.474.560 Bytes festgelegt. Die Organisatoren sagen, dass diese Kapazitätsgrenze auch nach der Dekomprimierung der Vermögenswerte strikt eingehalten werden muss. Auf technischer Ebene erlegt die Konkurrenz den Spiel-Engines keinerlei Beschränkungen auf. Entwickler können entweder vorhandene Entwicklungstools verwenden oder ihre eigenen Engines von Grund auf schreiben. Gleichzeitig müssen alle Einträge originale, neu entwickelte Projekte sein und in Form unabhängiger ausführbarer Dateien verteilt werden. Browsergames sind nicht im Wettbewerb enthalten.

Als Organisation, die 1997 erfolgreich einen 100-KB-Spieleentwicklungswettbewerb veranstaltete, wird 2P Game Arcade dieses Mal das Speicherlimit leicht lockern. Der Veranstalter wählt drei Gewinner auf der Grundlage der Eignung der Einsendungen für die Wettbewerbsziele aus. Der Gesamtpreispool ist recht großzügig: Der erste Preis beträgt bis zu 72 Millionen Won (ca. 48.650 US-Dollar), der Zweitplatzierte und der Drittplatzierte erhalten jeweils entsprechende Boni und alle Gewinner erhalten eine physische Diskette mit gebranntem Spiel. Der Einreichungskanal für diesen Wettbewerb bleibt bis zum 4. Oktober geöffnet.

In einer Zeit steigender Hardwarekosten wecken solche extremen Optimierungsherausforderungen Erinnerungen an das goldene Zeitalter der „Demosszene“ in den 1980er und 1990er Jahren. Die damaligen Code-Autoren verließen sich auf ihre extremen Optimierungsfähigkeiten und ihre grenzenlose Kreativität, um auf dem extrem beengten Hardware-Platz ein erstaunliches audiovisuelles Erlebnis zu schaffen. Während sich dieser Diskettenkrieg entfaltet, könnten extreme Codeoptimierung und künstlerische Kreativität in der modernen Spieleentwicklung erneut aufleben.