Das deutsche Innenministerium plant, Telekommunikationsbetreiber zu zwingen, den Einsatz von Geräten von Huawei und ZTE in ihren 5G-Netzen zu reduzieren, sagte ein deutscher Regierungsbeamter, nachdem eine Überprüfung eine übermäßige Abhängigkeit von den beiden chinesischen Anbietern aufgezeigt hatte. Der Beamte sagte, das Ministerium habe einen gestaffelten Ansatz entwickelt, um übermäßige Störungen zu vermeiden, da die Betreiber bis 2026 alle Schlüsselkomponenten von chinesischen Lieferanten in 5G-Kernnetzen entfernen.
Auch Betreiber wie die Deutsche Telekom und Vodafone sollen den Anteil chinesischer Komponenten in ihren RAN- und Übertragungsnetzen bis zum 1. Oktober 2026 auf maximal 25 % reduzieren.
Laut einer Umfrage des Telekommunikationsberatungsunternehmens StrandConsult entfallen derzeit 59 % der deutschen 5GRAN-Netze auf Huawei.
Das deutsche Innenministerium hofft, seinen Vorschlag ab nächster Woche dem Kabinett vorlegen zu können, wird jedoch wahrscheinlich auf Widerstand vom deutschen Ministerium für digitale Angelegenheiten stoßen, das befürchtet, dass dies Auswirkungen auf den ohnehin langsamen Digitalisierungsprozess in Deutschland haben könnte.
Es wird berichtet, dass Deutschland bei der Umsetzung der Sicherheitsmaßnahmen für das 5G-Netz der EU im Rückstand sei. Die Maßnahmen wurden vor drei Jahren vereinbart, um die Verwendung von Netzwerkgeräten von Huawei und ZTE von Lieferanten einzuschränken, die von der EU als „hohes Risiko“ eingestuft werden.
Letzte Woche erklärte die Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage, dass sie den Einsatz neuer chinesischer kritischer Komponenten in 5G-Netzen seit Inkrafttreten des IT-Sicherheitsgesetzes im Mai 2021 bislang nicht verboten habe.
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