Die südkoreanische Kartellbehörde gab am Mittwoch bekannt, dass sie beschlossen hat, gegen Nexon, den größten Spieleentwickler des Landes, eine Geldstrafe von 11,6 Milliarden Won (ca. 8,85 Millionen US-Dollar) wegen angeblichen Betrugs von Nutzern von In-Game-Requisiten zu verhängen. Der Untersuchung zufolge hat Nexon von 2010 bis 2021 wiederholt die Wahrscheinlichkeit zufälliger Requisiten in beliebten Spielen wie „MapleStory“ und „Bubble Fighter“ angepasst und damit die Benutzer benachteiligt, die Benutzer jedoch nicht informiert, was gegen das „E-Commerce-Verbraucherschutzgesetz“ verstößt.

Dies ist die höchste Geldstrafe, die jemals von der südkoreanischen Fair Trade Commission (FTC) gegen ein Unternehmen verhängt wurde, das gegen das Gesetz verstößt.

Die Korea Fair Trade Commission sagte: „Nexon hat zwischen 2010 und 2021 hunderte Male bahnbrechende Ankündigungen gemacht, aber Informationen zu Wahrscheinlichkeitsanpassungen ausgelassen. Unserer Einschätzung nach besteht das Ziel des Unternehmens darin, Kunden durch die Bereitstellung falscher Informationen und den Einsatz betrügerischer Mittel anzulocken.“

Nach Angaben der koreanischen Fair Trade Commission (FTC) gab Nexon im August 2011 sogar eine falsche Ankündigung heraus, in der behauptet wurde, es seien keine Änderungen am Programm vorgenommen worden.

Nach Angaben der koreanischen Fair-Trade-Kommission beliefen sich die Umsätze von Nexon mit dem Spiel „MapleStory“ im Jahr 2020 auf 560 Milliarden Won, wovon etwa 28 % des Umsatzes aus In-Game-Requisiten stammten.