Apples lang erwartetes Mixed-Reality-Headset (MR) Vision Pro konnte am Freitag endlich vorbestellt werden, was die Verbrauchernachfrage nach dem 3.499 US-Dollar teuren Gerät auf die Probe stellte. Das Unternehmen stellte außerdem zwei weitere Modellkonfigurationen vor, eine mit 512 GB Speicher für 3.699 US-Dollar und ein High-End-Modell mit 1 TB Speicher für 3.899 US-Dollar. Der Speicherplatz des Basismodells beträgt 256 GB. Apple sagte außerdem, dass die Aufbewahrungstasche 199 US-Dollar kosten wird, ein Ersatzakku 199 US-Dollar und ein zusätzliches Stirnband 99 US-Dollar.

Das Produkt wird um 8 Uhr ET auf der Apple-Website und in der Online-Store-App zum Verkauf angeboten. Die Auslieferung der ersten VisionPro-Bestellungen ist für den 2. Februar geplant. Die Liefertermine für Online-Bestellungen für alle drei Modelle wurden jedoch schnell auf den 8. bis 15. März verschoben, und viele Geschäfte waren bereits am ersten Tag nicht mehr vorrätig zur Abholung. Verspätete Lieferungen deuten entweder auf eine starke Nachfrage oder ein begrenztes Angebot oder etwas dazwischen hin.

Der Kaufprozess von VisionPro ist einzigartig. Kunden müssen ein neueres iPhone oder iPad verwenden, um ihr Gesicht zu scannen und bei Bedarf eine Sehmessung durchzuführen. Apple äußert sich normalerweise nicht zur Verkaufsleistung neuer Produkte.

Wall-Street-Analysten gehen davon aus, dass sich das Gerät zunächst nur langsam verkaufen wird. UBS-Analyst David Vogt geht davon aus, dass Apple in diesem Jahr 300.000 bis 400.000 Headsets ausliefern und einen Umsatz von 1,4 Milliarden US-Dollar erzielen wird. Für ein Unternehmen, das im vergangenen Jahr einen Umsatz von 383 Milliarden US-Dollar erzielte, ist diese Zahl „irrelevant“.


Apple plant, Vision Pro zunächst nur in den USA zu verkaufen, wird es aber in den kommenden Monaten auch in anderen Märkten einführen. Zuvor wurde berichtet, dass zu den ersten Ländern, die gelistet werden könnten, das Vereinigte Königreich, Kanada und China gehören könnten.

Die frühzeitige Lieferung von Produkten mit komplexen Herstellungsprozessen kann begrenzt sein. Die beiden Displays mit 4K-Auflösung des Headsets hatten zuvor einige Produktionsprobleme. Aber Apple hat die Produktion seit Monaten hochgefahren, was darauf hindeutet, dass das Unternehmen möglicherweise in der Lage sein könnte, die anfängliche Nachfrage zu decken. Und Mitarbeiter können auch einen Rabatt von 25 % erhalten, was darauf hinweist, dass das Angebot nicht zu knapp ist.

Bei Apple rechnen die Führungskräfte mit starken Wochenendverkäufen, bevor sie später nachlassen. Mit 3.499 US-Dollar ist das Vision Pro eines der teuersten Consumer-Headsets aller Zeiten und etwa sechsmal teurer als das neueste Gerät des VR-Marktführers Meta.

Es wird auch schwierig sein, VisionPro mit Familie und Freunden zu teilen. Es verfügt über einen präzisen Größenbestimmungsprozess, um ein gutes Erlebnis zu gewährleisten. Der Gesichtsscan dient dazu, den optimalen Lichtschutz und die optimale Kopfbedeckungsgröße für den Benutzer zu ermitteln. Das Unternehmen stellt 25 verschiedene Lichtplomben sowie zwei Stirnbänder her. Gegen Aufpreis können auch Korrekturgläser in das Headset eingesetzt werden.

Für manche Menschen kann das zu lange Tragen des Headsets zu Schwierigkeiten führen. In ersten Tests berichteten einige Benutzer, dass das Headset zu schwer sei.

Ein weiteres Problem ist die mangelnde Unterstützung für Top-Streaming-Apps. Weder Netflix, Spotify noch YouTube planen, separate Apps für das Gerät zu entwickeln, zumindest nicht zum Start des Headsets.

Doch Apple hat seinen Marketingplan für das Headset sorgfältig angepasst. Wenn Verbraucher es in einem Apple Store ausprobieren, können sie sich eine 25-minütige Demo ansehen, um sich mit dem 3D-Erlebnis vertraut zu machen, das das Unternehmen „Spatial Computing“ nennt.


Orte zum Einsetzen der VisionPro-Rezeptlinsen

Apple hat außerdem eine Schnittstelle entwickelt, die kein Handheld-Zubehör erfordert und Augenbewegungen und Gesten verfolgt. Benutzer können das Gerät steuern, indem sie Bilder auf dem Bildschirm betrachten und ihre Finger zusammenziehen.