Zusammenfassung:
Activision hat kürzlich ein Video veröffentlicht, in dem Rechtsvertreter zu sehen sind, wie sie zum Wohnsitz von Elocarry, einem bekannten „Call of Duty“-Plug-in-Verkäufer in Ohio, USA, gehen, um ihm Rechtsdokumente zu übergeben, mit denen er den Verstoß unterbindet und damit verbundene Aktivitäten beendet. Activision sagte, es habe den Betrieb von mehr als 375 Plug-in-Händlern gestört, mehr als 80 rechtliche Anträge gestellt, damit verbundene Aktivitäten einzustellen und zu unterlassen, und mehr als 30 Plug-in-Anbieter geschlossen.

Dieses Video wurde vom offiziellen Account von „Call of Duty“ veröffentlicht und ist etwa eine Minute lang. Im Video kommt ein Rechtsvertreter bei Elocarry zu Hause an und überreicht relevante Dokumente. Der gesamte Prozess war sehr kurz und Elocarry schien relativ ruhig zu sein, aber nach formellen Verhandlungen mit den Anwälten von Activision könnte seine Haltung eine andere sein.
Elocarrys Website listet Plug-ins für Spiele wie „Rust“, „ARC Raiders“, „Marvel Contest“ und „Apex Legends“ auf, mit Funktionen wie automatischem Zielen und ESP-Perspektive. Berichten zufolge hat er auch Cheat-Pakete für Call of Duty: Black Ops 7 und Warzone verkauft und behauptet, dass diese Cheats der Entdeckung durch das Ricochet-Anti-Cheat-System entgehen konnten. Verwandte Plug-ins bieten Abonnementdienste für bis zu drei Monate zu Preisen von bis zu 108 US-Dollar.
Activision veröffentlichte später eine Folgenachricht auf der X-Plattform und fügte einen Screenshot von Elocarrys offiziellem Discord-Kanal bei. Screenshots zeigen, dass der Verkauf und die Lieferung aller Call of Duty-Plug-in-Produkte vorübergehend ausgesetzt wurden, während eine „interne Überprüfung“ des Problems durchgeführt wird.
Activision gab an, dass das Unternehmen hart gegen den Betrieb von mehr als 375 Plug-in-Händlern vorgegangen ist, mehr als 80 rechtliche Aufforderungen an das zuständige Personal gerichtet hat, entsprechende Aktivitäten einzustellen und mehr als 30 Plug-in-Lieferanten geschlossen hat. Das Unternehmen betonte außerdem, dass es bereit sei, Plug-in-Entwickler und -Verkäufer vor Gericht zu bringen.
Dies ist nicht das erste Mal, dass Activision rechtliche Schritte gegen „Call of Duty“-Cheats einleitet. Im Jahr 2020 zwangen rechtliche Drohungen von Activision das Cheat-Team CxCheats dazu, die Entwicklung und den Verkauf von Cheat-Tools für Call of Duty einzustellen. Im folgenden Jahr sperrte Activision 60.000 „Warzone“-Konten auf einmal, sodass sich die Gesamtzahl der dauerhaft gesperrten Konten zu diesem Zeitpunkt auf über 300.000 erhöhte.
Später im Jahr 2021 führte Activision das Ricochet-Anti-Cheat-System ein und warnte davor, dass Wiederholungstätern dauerhaft vom Spielen aller vergangenen, aktuellen und zukünftigen Werke der Serie ausgeschlossen werden könnten. Seitdem hat Ricochet auch einige besondere Strafmaßnahmen gegen mutmaßliche Betrüger ergriffen, wie zum Beispiel die Unsichtbarkeit normaler Spieler aus der Sicht des Betrügers, das Entfernen der Waffen der Betrüger und die Erstellung gefälschter Spieler-Avatare, die nur von gekennzeichneten Konten gesehen werden können.
Activision hat auch bewiesen, dass seine gerichtlichen Warnungen keine leeren Worte sind. Im Jahr 2024 verurteilte ein kalifornischer Richter den Plug-in-Verkäufer EngineOwning zur Zahlung von Schadensersatz in Höhe von 14,5 Millionen US-Dollar an Activision. Darüber hinaus wurden Activision Anwaltskosten in Höhe von fast 293.000 US-Dollar zugesprochen und EngineOwning musste seine Website übergeben.
Daher muss Elocarry die diesmal erhaltenen Rechtsdokumente möglicherweise ernst nehmen. Die Aussetzung des Verkaufs könnte nur der erste Schritt sein, und wenn Activision beschließt, rechtliche Schritte einzuleiten, könnte er das nächste Ziel des Unternehmens vor Gericht sein.
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