Ein Mann in Taiwan hat mit einem Kehrroboter Beweise für die Untreue seiner Frau gefilmt. Er erhielt eine Entschädigung von etwa 500.000 NT$, wurde jedoch wegen heimlicher Dreharbeiten inhaftiert.

📅 2026-08-31

Zusammenfassung:

Ein Mann in Taiwan vermutete, dass seine Frau eine außereheliche Affäre hatte, und nutzte den Kehrroboter zu Hause, um wichtige Bilder zu machen. Auf dieser Grundlage verklagte er seine Frau und den betroffenen Mann vor Gericht. Obwohl er die Klage schließlich gewann und etwa 506.000 NT$ zugesprochen bekam, wurde er zu fünf Monaten Gefängnis und einer Geldstrafe von 150.000 NT$ verurteilt, weil er ohne ihre Zustimmung intime Bilder seiner Frau gemacht hatte.

Der Verdacht des Mannes begann Ende 2023. Damals fand er im Ferienhaus des Paares eine gebrauchte Zahnbürste. Dann überprüfte er das Video der Garagenüberwachung und stellte fest, dass ein fremder Mann seine Frau nach Hause gefahren hatte.

Etwa drei Monate später aktivierte der Mann den Kehrroboter zu Hause über eine Mobiltelefonanwendung aus der Ferne, ursprünglich wollte er ihn zur Kommunikation mit seiner Frau nutzen. Unerwarteterweise bestätigten die Echtzeit-Videoaufnahmen des fegenden Roboters seinen Verdacht, sodass er die gesamte Szene aufzeichnete.

Das Video zeigt, dass die Frau sich umzieht und den Mann umarmt, der bei der vorherigen Überwachung aufgetreten ist. Anschließend ging sie nackt durch das Haus, während der Mann auf dem Sofa lag.

Der Mann verklagte daraufhin seine Frau und den beteiligten Mann auf etwa 2,149 Millionen NT$ gemäß den Bestimmungen über Ehegattenrechte im taiwanesischen Zivilgesetzbuch. Das Gericht stellte fest, dass die Beziehung zwischen der Frau und dem Mann über den Rahmen gewöhnlicher Freunde hinausgegangen sei und entschied daher zugunsten des Mannes. Der endgültige Entschädigungsbetrag belief sich jedoch nur auf etwa 506.000 NT$.

Die Frau erhob daraufhin Gegenklage gegen ihren Mann und warf ihm vor, ihre privaten und intimen Bilder ohne Zustimmung gefilmt zu haben, und behauptete, dass die Sensoren und Lichter des Saugroboters nicht ausreichten, um sie darauf aufmerksam zu machen, dass sie gefilmt wurde.

Der Ehemann argumentierte, dass die relevanten Bilder vom Zivilgericht akzeptiert worden seien, sodass seine Dreharbeiten einer rechtlichen Beweiserhebung dienen sollten. Das Gericht akzeptierte dieses Argument jedoch nicht und entschied, dass sein Verhalten immer noch ein vorsätzliches illegales Filmen darstellte und dass eheliche Beziehungen und eheliche Verpflichtungen keinen Vorrang vor den Rechten auf Privatsphäre haben.

Das Gericht verurteilte den Mann schließlich zu fünf Monaten Gefängnis und einer Geldstrafe von 150.000 NT$. Die schwerste Strafe, die ihm zuvor drohte, war eine Geldstrafe von 300.000 NT$ und drei Jahre Gefängnis.

Nach Abzug der Geldstrafe blieb dem Mann nur eine Entschädigung von etwa 350.000 NT$ übrig, außerdem musste er mit einer fast halben Jahr Gefängnisstrafe rechnen. Das Urteil löste in den sozialen Medien Kontroversen aus. Einige argumentierten, dass das Gericht eine Partei nicht bestrafen sollte, die versucht, eine außereheliche Affäre aufzudecken, während andere der Meinung sind, dass es keinen legitimen Grund gibt, heimlich private Bilder ohne Zustimmung zu machen, unabhängig vom Familienstand.

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