Zusammenfassung:
Kürzlich reichte Denuvos Muttergesellschaft Irdeto eine Beschwerde beim US-Bundesbezirksgericht für den nördlichen Bezirk von Kalifornien ein, in der sie den Cracker Voice38 offiziell verklagte. Dies ist das erste Mal seit seiner Gründung, dass Denuvo direkt rechtliche Schritte gegen einen Spieleknacker einleitet.

voices38 hat im vergangenen Jahr fast 40 D-verschlüsselte Spiele geknackt, darunter eine große Anzahl von 3A-Spielen wie „Black Myth: Wukong“, „Hogwarts Legacy“, „Dead Space: Remastered“, „Doom: Dark Ages“, „Resident Evil 9: Requiem“ usw. Der Cracker verwendet die traditionelle Patch-Methode zur direkten Änderung der DRM-Prüfung im Spiel, was nicht erfordert, dass Benutzer die Windows-Virtualisierungsfunktion ausschalten. Der Patch wurde weit verbreitet und stellte außerdem einen Rekord für die Veröffentlichung von Lernversionen von fünf Spielen an einem einzigen Tag auf.

Denuvo besitzt rechtlich gesehen nicht das Urheberrecht an diesen Spielen. Diese Klage basiert auf DMCA Abschnitt 1201 des US-amerikanischen Digital Millennium Copyright Act und wirft der Gegenpartei vor, technische Schutzmaßnahmen zu umgehen und den eigenen Geschäftsinteressen von Denuvo zu schaden, anstatt der Spielepiraterie direkt einen Verstoß vorzuwerfen. Da die wahre Identität von Voices38 völlig unbekannt ist, wird er in der Klage als anonymer Angeklagter aufgeführt und zehn nicht identifizierte nahestehende Personen werden ebenfalls gemeinsam strafrechtlich verfolgt.
Denuvo hat eine Reihe von Reddit-, Discord- und Steam-Konten gesperrt, die im Verdacht stehen, mit dem Cracker in Zusammenhang zu stehen, und plant, gerichtliche Vorladungen von Valve, Reddit und Discord zu beantragen, um Kontonetzwerk- und Registrierungsdaten abzurufen und so die wahre Identität des Crackers herauszufinden. Gleichzeitig wurden beim Gericht zwei Klagen eingereicht: die Forderung nach entsprechendem Schadensersatz und der Erlass einer einstweiligen Verfügung, um Voices38 das weitere Knacken bestehender und zukünftiger Spielwerke, die mit D-Verschlüsselung ausgestattet sind, zu untersagen.
Ausländische Medien gaben an, dass Denuvo bei der Bekämpfung von Hochfrequenz-Cracking einen Rechtsstreit anstelle einer iterativen Verschlüsselungstechnologie gewählt habe, was den enormen Druck widerspiegelt, den die kontinuierliche Cracking-Produktion von voices38 auf das Geschäft von Denuvo ausgeübt hat. Für die weitere Bearbeitung des Falles gibt es zwei Möglichkeiten: Der Cracker wird aufgrund rechtlichen Drucks gezwungen, die Veröffentlichung von Cracks einzustellen. Oder die Person hat eine hochintensive Identitätsverschleierung abgeschlossen und exportiert weiterhin Crack-Patches nach außen. Ob der Cracker in den nächsten Wochen eine neue geknackte D-Verschlüsselungsversion veröffentlichen wird, wird ebenfalls ein Signal sein, die Richtung des Falles zu beobachten.
Kommentare