Zusammenfassung:
Fedora 45 Beta wurde nun offiziell veröffentlicht und ist wie geplant in die öffentliche Testphase eingetreten. Als eine neue Generation von Fedora Linux, die gegen Ende des Jahres auf den Markt kam, brachte Fedora 45 eine große Anzahl zugrunde liegender und Desktop-Umgebungsaktualisierungen mit sich. Am bemerkenswertesten ist die Verwendung von KMSCON, um die traditionelle Konsole im Kernel zu ersetzen und gleichzeitig die Stratis-Speicherinstallation zu unterstützen sowie die Systemsicherheit und Reproduzierbarkeit von Software-Builds weiter zu stärken.

Eine der größten grundlegenden Änderungen in Fedora 45 ist die Verwendung von KMSCON als standardmäßige virtuelle Terminalkonsole. KMSCON ist eine Konsolenimplementierung, die im Benutzerbereich ausgeführt wird und mithilfe des KMS-Grafikmodus-Einstellungsmechanismus (Kernel Mode Setting) des Linux-Kernels eine Terminalanzeige bereitstellen kann. Bisher nutzte Fedora die Konsolenimplementierung im Kernel. Diese Änderung bedeutet, dass Fedora einige Terminalfunktionen weiter vom Kernel in den Benutzerbereich verlagert, um eine flexiblere Implementierung zu ermöglichen.
KMSCON sollte ursprünglich in Fedora 44 aktiviert werden, wurde jedoch auf Fedora 45 verschoben, da die entsprechenden Arbeiten nicht rechtzeitig abgeschlossen wurden. Dieser offizielle Einstieg in die Fedora 45 Beta bedeutet, dass dieser langfristige Plan endlich erhebliche Fortschritte gemacht hat.

Was den Speicher betrifft, fügt Fedora 45 im Anaconda-Installationsprogramm Unterstützung für Stratis Storage hinzu. Stratis ist eine von Red Hat entwickelte Linux-Speicherverwaltungstechnologie. Die zugrunde liegende Schicht kombiniert XFS, LVM, LUKS und spezielle Verwaltungsdienste, um Benutzern eine einfachere Speicherpool- und Dateisystemverwaltungsmethode bereitzustellen. Obwohl es Stratis schon seit vielen Jahren in Fedora gibt, konnten Benutzer Systeme auf dem Stratis-Speicherstapel bisher nicht direkt über das Fedora-Installationsprogramm bereitstellen.
Fedora 45 verschärft außerdem die Ptrace-Berechtigungen des Systems weiter. ptrace ist unter Linux ein wichtiger Mechanismus zum Verfolgen und Debuggen von Prozessen. Wenn es jedoch von Schadprogrammen missbraucht wird, kann es auch zu einer wichtigen Möglichkeit werden, andere Prozesse anzugreifen. Daher erlegt Fedora 45 standardmäßig strengere Einschränkungen für ptrace auf, um potenzielle Sicherheitsrisiken zu reduzieren.
Die Überprüfung der Paketsignatur wird in Fedora 45 ebenfalls weiter verbessert. Das System führt standardmäßig eine Signaturprüfung durch, um sicherzustellen, dass die Quelle und Integrität von Softwarepaketen überprüft werden kann, wodurch das Risiko verringert wird, dass schädliche Softwarepakete oder manipulierte Software in das System gelangen.
Gleichzeitig forderte Fedora 45, dass Paketerstellungen so reproduzierbar wie möglich sein sollten. Der sogenannte reproduzierbare Build bedeutet, dass die Software unter demselben Quellcode und denselben Build-Umgebungsbedingungen in der Lage sein sollte, dieselben oder gleichwertige binäre Ergebnisse zu generieren. Dies hilft nicht nur bei der Überprüfung, ob Softwarepakete manipuliert wurden, sondern verbessert auch die Transparenz und Sicherheit der gesamten Lieferkette der Linux-Distribution.
Fedora 45 fügt außerdem ein neues DRM Panic-Frontend hinzu. Wenn ein schwerwiegender Fehler im Linux-Kernel oder sogar ein Kernel-Absturz auftritt, kann DRM Panic Fehlermeldungen auf dem Anzeigegerät anzeigen. Fedora hat die Benutzererfahrung dieser Funktion dieses Mal weiter verbessert und sie dem Windows-Bluescreen-Mechanismus ähnlicher gemacht, mit dem Benutzer vertraut sind. Dadurch ist es für normale Benutzer einfacher zu verstehen, dass schwerwiegende Fehler im System aufgetreten sind, und gleichzeitig ist es auch für Techniker bequemer, Fehlerdiagnosen durchzuführen.

In Bezug auf die Desktop-Umgebung wird Fedora Workstation 45 mit dem neuesten GNOME 51 ausgestattet sein. GNOME 51 selbst enthält auch viele Verbesserungen, darunter eine bessere Desktop-Infrastruktur und Unterstützung für Eingabegeräte. Für Benutzer, die Fedora Workstation als Hauptdesktopsystem verwenden, wird dies eine der intuitivsten Änderungen in diesem Versions-Upgrade sein.
Fedora 45 aktualisiert außerdem eine große Anzahl zentraler Softwarepakete gleichzeitig. Unter anderem wurde die Programmiersprache Go auf 1.27 aktualisiert, Python wurde auf 3.15 aktualisiert, der GCC-Compiler wurde auf 16.2 aktualisiert, die GNU C-Bibliothek wurde ebenfalls auf 2.44 aktualisiert, LLVM wurde auf 23 aktualisiert und das RPM-Paketverwaltungssystem wurde auf 6.1 aktualisiert. Durch Upgrades dieser zugrunde liegenden Komponenten erhalten Entwickler und Software-Betreuer aktualisierte Compiler, Laufzeitbibliotheken und Entwicklungs-Toolketten.
Zusätzlich zu den oben genannten großen Änderungen enthält Fedora 45 auch eine große Anzahl von Paketaktualisierungen und anderen Verbesserungen auf Systemebene. Als konsequente schnelle Iterationsstrategie von Fedora wird die neue Version nicht nur die Desktop-Umgebung aktualisieren, sondern gleichzeitig Upgrades auf mehreren Ebenen wie Kernel, Compiler, Entwicklungstools, Sicherheitsmechanismen, Installationsprogrammen und Systemverwaltungskomponenten fördern.
Derzeit befindet sich Fedora 45 noch in der Beta-Testphase, hauptsächlich für Benutzer, die die neue Version vorab testen und bei der Fehlersuche helfen möchten. Dem aktuellen Release-Plan zufolge wird die offizielle Version von Fedora 45 voraussichtlich am 20. Oktober erscheinen. Sollten während des abschließenden Testprozesses Probleme auftreten, die eine Erweiterung erfordern, ist der alternative Release-Termin der 27. Oktober.
Der Fokus von Fedora 45 liegt dieses Mal nicht nur auf der Aktualisierung der Desktop-Software, sondern auch auf der Durchführung verschiedener Anpassungen am zugrunde liegenden System, Sicherheitsmechanismus, Speicherverwaltung und Software-Lieferkette. Wenn die endgültige Version wie geplant veröffentlicht werden kann, wird diese Version in den letzten Jahren zu einem wichtigeren Update auf Systemebene für Fedora werden.
Weitere Informationen:
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