Google öffnet allen Ingenieuren den Zugang zu Anthropic Claude und der Wettbewerb auf dem Gebiet der KI-Programmierung verschärft sich weiter

📅 2026-09-15

Zusammenfassung:

Laut Business Insider und anderen Medienberichten, die sich auf interne Quellen und offizielle Informationen berufen, hat Google kürzlich seine internen Richtlinien angepasst und über seine selbst entwickelte interne Entwicklungsplattform Antigravity allen Ingenieuren den Zugang zu Anthropics Top-Coding-Großmodell Opus 5 geöffnet.


Diese Änderung verstößt gegen die seit langem geltenden Regeln von Google. Zuvor verbot das Unternehmen den meisten Mitarbeitern generell die Verwendung externer Codierungstools von Drittanbietern wie Claude Code und OpenAI Codex und forderte interne Entwicklungsarbeiten, um der Verwendung seines eigenen großen Gemini-Modells Vorrang einzuräumen.

Vor dieser Richtlinienanpassung standen Claudes Zugriffsrechte nur wenigen bestimmten Teams innerhalb von Google offen. Unter ihnen verfügen viele Kern-F&E-Teams von DeepMind seit einiger Zeit über diesen Zugriff, und viele Ingenieure haben ihn bereits im Entwicklungsprozess mehrerer technischer Projekte mit hoher Priorität angewendet.

Den neuen Regeln zufolge können alle Google-Ingenieure in der internen Version der Antigravity-Plattform auf das Opus 5-Modell zugreifen. Das gesamte Nutzungsverhalten wird unter der einheitlichen Kontrolle der Plattform durchgeführt und es kommt zu keinem Datenüberlauf. Als einer der Hauptinvestoren von Anthropic gab Google Anfang des Jahres bekannt, dass das Unternehmen plant, insgesamt bis zu 40 Milliarden US-Dollar in Anthropic zu investieren. Diese Genehmigungseröffnung ist auch der jüngste konkrete Schritt zur Umsetzung einer vertieften Zusammenarbeit zwischen den beiden Parteien.

Als Reaktion auf diese Anpassung sagte ein offizieller Google-Sprecher, dass Ingenieure ausgewählte Modelle von Drittanbietern in der internen Antigravity-Plattform verwenden können. Diese Designlogik stimmt vollständig mit der kommerziellen Version der Antigravity-Produkte von Google für externe Unternehmen überein. Gemini bleibt der Kern und das wichtigste Grundmodell für die interne Entwicklungsarbeit von Google. Alle Modelle von Drittanbietern werden nach Benutzerkontingenten gesteuert und nur zur Unterstützung spezifischer segmentierter Nutzungsszenarien verwendet, die Gemini nicht abdecken kann. Der Sprecher machte außerdem deutlich, dass die Positionierung von Claude im internen System für Gemini immer ein ergänzendes Instrument und keine Ersatzoption gewesen sei. Das Hauptziel der Öffnung des Zugangs für alle Mitarbeiter besteht darin, die Entwicklungseffizienz der Ingenieurgruppe weiter zu verbessern.

Ausländische Medien sagten, dass Googles Richtlinienanpassung dieses Mal bestätigte, dass der aktuelle Wettbewerb im globalen KI-Programmierbereich in eine harte Phase eingetreten sei. Obwohl Google Milliarden von Dollar in Ressourcen investiert hat, um die Iteration des großen Gemini-Modells fortzusetzen, und kürzlich die Gemini Flash 3.8-Version mit verbesserter Leistung auf den Markt gebracht hat, haben mehrere interne Ingenieure berichtet, dass das Modell im Vergleich zu Produkten auf dem gleichen Niveau wie Anthropic und OpenAI immer noch eine erhebliche Lücke in Bezug auf die Code-Schreibfähigkeiten aufweist.

Google ist nicht der erste Technologieriese, der ähnliche Anpassungen vornimmt. Anfang dieses Jahres hat Amazon nach Erhalt zahlreicher Mitarbeiter-Feedbacks auch offiziell Berechtigungen eröffnet, die es internen Ingenieuren ermöglichen, Claude und OpenAI Codex als Entwicklungshilfen zu verwenden.

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