Zusammenfassung:
Google setzt seine Ziele zur Emissionsreduzierung in der Lieferkette in tatsächliche Investitionen in eine emissionsfreie Frachtinfrastruktur um. Google gab bekannt, dass es eine Partnerschaft mit Nevoya und dem Center for Green Market Activation eingeht, um 25 elektrische Schwerlast-Sattelauflieger einzusetzen und die Ladeinfrastruktur auf einer vollelektrischen Transportstrecke zwischen Houston und Dallas, Texas, zu unterstützen.

Google erhält die durch das Projekt erzielten Umweltvorteile in Form von Umweltattributzertifikaten (Environmental Attribute Certificates, EACs). EACs sind ein gängiges Instrument, mit dem Unternehmen die Emissionen der Lieferkettenlogistik bilanzieren und kompensieren.
Diese Bereitstellung ist Teil eines größeren Gesamtprojekts. Insgesamt umfasst das Projekt 63 Lkw und gilt als der bisher größte bekannte Einsatz emissionsfreier Schwerlast-Lkw der Stufe 8 mit Batterie in Texas.
Es wird erwartet, dass diese Fahrzeugserie jährlich etwa 11 Millionen Meilen zurücklegt und die Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Diesel-Lkw während der Vertragslaufzeit um etwa 92.000 Tonnen Kohlendioxidäquivalent (CO2e) reduziert.

Lkw der Klasse 8 sind die höchste Kategorie unter den Güterkraftwagen mit der größten Beförderungsleistung. Sie waren schon immer eine der Hauptquellen für Kohlenstoffemissionen im Transportsektor und stellen auch ein Problem bei der Kommerzialisierung emissionsfreier Technologien dar.
Mit der Realisierung des vollelektrischen Betriebs auf dem Hochfrequenz-Güterverkehrskorridor von Houston nach Dallas wird die kommerzielle Machbarkeit dieses Marktsegments überprüft.
Google hat bei dieser Zusammenarbeit das EAC-Beschaffungsmodell übernommen, das darin besteht, Umweltattributzertifikate zu erwerben, die den logistischen Emissionen im Zusammenhang mit seiner Lieferkette entsprechen, anstatt Flottenanlagen direkt zu halten oder zu betreiben. Dieser Ansatz ermöglicht es Technologieunternehmen, Emissionsreduktionsziele mit Investitionen in die physische Infrastruktur zu verknüpfen, ohne sich auf logistische Abläufe einzulassen.

Google wies darauf hin, dass durch den gemeinsamen Kauf von EACs mit anderen Unternehmen ein stärkeres Nachfragesignal an den Markt gesendet werden kann, was dazu beitragen wird, die groß angelegte Entwicklung aufstrebender Technologiemärkte wie emissionsfreie Fracht zu fördern.
Diese „Nachfragebündelungs“-Strategie soll das Marktrisiko von Technologiekäufern durch die gemeinsame Unterstützung mehrerer Unternehmen verringern und Infrastrukturbauern eine vorhersehbarere Einnahmequelle bieten.
Für Teilnehmer am Markt für emissionsfreie Schwerlastkraftwagen sind langfristige EAC-Kaufverträge mit großen Unternehmenskunden eine der wichtigsten Voraussetzungen zur Unterstützung der Projektfinanzierung und Flottenerweiterung. Der Einstieg von Google in die Branche könnte ein Beispiel für andere Technologie- und Konsumgüterunternehmen sein, die nach Möglichkeiten suchen, die Emissionen ihrer Lieferkette zu reduzieren.
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