Hyundai Motor plant, das Händlernetz zu nutzen, um Roboter und Roboterhunde zu verkaufen oder gleichzeitig Finanzierungsdienstleistungen anzubieten

📅 2026-08-27

Zusammenfassung:

Hyundai Motor plant, sein Netzwerk von Autohändlern im ganzen Land auf den Verkauf von Robotern auszudehnen. Der CEO des Unternehmens, Jose Munoz, sagte kürzlich, dass Verbraucher oder Geschäftskunden in Zukunft möglicherweise wie beim Autokauf zu Hyundai-Händlern gehen können, um humanoide Roboter oder Roboterhunde zu kaufen, und über die Finanzdienstleistungen von Hyundai sogar eine Ratenfinanzierung erhalten können.

Muñoz sagte auf der Veranstaltung zum Investor Day von Hyundai, dass das Unternehmen bereits über potenzielle Vertriebskanäle für den Verkauf von Robotern über Händlerpartner verfügt. Diese Aussage bedeutet, dass Hyundai Motor versuchen könnte, sich auf die bestehenden Automobilverkaufs-, Kundendienst- und Finanzsysteme zu stützen, um einen Kommerzialisierungspfad für Roboterprodukte auf einem breiteren Markt zu etablieren.

Bereits im Jahr 2021 erwarb die Hyundai Motor Group 80 % der Mehrheitsbeteiligung von Boston Dynamics im Wert von 1,1 Milliarden US-Dollar. Diese damals vielbeachtete Investition tritt nun allmählich in die Phase der Renditesuche ein. Hyundai hatte zuvor angekündigt, eine Fabrik mit einer jährlichen Produktionskapazität von 30.000 humanoiden Atlas-Robotern zu bauen und die Produktion voraussichtlich im Jahr 2028 aufzunehmen. Im selben Jahr plant das Unternehmen außerdem, Atlas zunächst in seiner Fabrik in Georgia, USA, einzusetzen und es dann schrittweise auf globale Produktionsstandorte auszuweiten.

Atlas ist ein humanoides Roboterprodukt von Boston Dynamics. Der Demonstrationsinhalt zeigt, dass dieser Roboter mithilfe einer durch künstliche Intelligenz gesteuerten Verhaltenssteuerung seine gesamten Körperbewegungen beim Umgang mit schweren Gegenständen koordinieren und das Gleichgewicht und die Stabilität zwischen komplexen Kontaktpunkten aufrechterhalten kann, um schwierigere Handhabungsaufgaben zu bewältigen.

Neben humanoiden Robotern ist der vierbeinige Roboter Spot auch ein wichtiges Produkt von Hyundai und Boston Dynamics. Spot wurde in einer Vielzahl von Szenarien eingesetzt, z. B. bei der Beobachtung von Kampfmittelbeseitigungen, bei der Reinigung und Gartenarbeit, bei Sicherheitspatrouillen, bei Militärhilfe, bei Pizzalieferungen, beim Fahren mit Möwen und bei Fabrikinspektionen. Im Juli dieses Jahres nahm es außerdem erneut am Paketzustellassistenz-Test teil. Hyundai nutzt Spot bereits zur Durchführung von Inspektions- und Wartungsarbeiten an seinen eigenen Standorten.

Zur Produktlinie von Boston Dynamics gehört auch Stretch, ein Roboter, der hauptsächlich auf Lagerszenarien ausgerichtet ist und als Roboterarm verstanden werden kann, der auf einer mobilen Basis montiert ist. Im Vergleich zu einfallsreicheren humanoiden Robotern sind die kommerziellen Einsatzmöglichkeiten dieses Robotertyps derzeit klarer und dienen hauptsächlich den Anforderungen der Logistik-, Handhabungs- und Lagerautomatisierung.

Der Preis für Roboterprodukte ist jedoch immer noch hoch. Der bisherige Startpreis von Spot lag bei 74.500 US-Dollar. Der tatsächliche Verkaufspreis kann jetzt höher sein, und Kunden müssen sich nach den Preisen beim Unternehmen erkundigen. Der Preis fortschrittlicher humanoider Roboter für kommerzielle Aufgaben wird voraussichtlich weiter steigen. Munoz erwähnte daher, dass Hyundai Capital, das für das Autofinanzierungsgeschäft verantwortlich ist, Roboterfinanzierungslösungen untersucht, es jedoch nicht klar ist, ob der Service hauptsächlich für Firmenkunden gedacht ist oder ob er in Zukunft möglicherweise auch auf den Verbrauchermarkt vordringt.

Hyundai ist nicht der einzige Autohersteller, der den Einsatz humanoider Roboter beschleunigt. Tesla renoviert einen Teil seiner Fabrik in Fremont, um den humanoiden Roboter Optimus zu produzieren; Musk hofft, das Produkt intern bei Tesla einzusetzen, bevor er es auf dem externen Markt verkauft. BMW hat den humanoiden Roboter Figure 02 in seinem Werk in South Carolina, USA, getestet. Während des 10-monatigen Pilotprojekts war der Roboter an der Unterstützung der Produktion von mehr als 30.000 X3-Fahrzeugen beteiligt. Mercedes-Benz testet in seinem Werk den von Apptronik entwickelten humanoiden Roboter Apollo.

Zu diesem Zeitpunkt sind Fabriken und Lagerhäuser immer noch die realistischsten und ausgereiftesten kommerziellen Einsatzszenarien für Roboter. Stretch hat LKW-Entladeaufgaben für Logistikunternehmen wie DHL und Maersk durchgeführt; Amazon und GXO haben den Digit von Agility Robotics für sich wiederholende Containerhandhabungsarbeiten getestet.

Unternehmen betonen im Allgemeinen, dass Roboter ermüdende, gefährliche oder personenarme Positionen übernehmen, anstatt menschliche Mitarbeiter direkt zu ersetzen. Aber für Arbeitnehmer können Maschinen, die über lange Zeiträume ohne Lohn, Urlaub oder Krankheitstage ununterbrochen laufen können, immer noch Druck auf traditionelle Arbeitsplätze ausüben. Ob Verbraucher in Zukunft beim Kauf von Hyundai Ioniq-Elektrofahrzeugen den Kauf von Atlas in Betracht ziehen werden, lässt sich noch schwer sagen; In Industrie- und Logistikszenarien haben kommerzielle Roboter jedoch begonnen, wirklich „den Job zu übernehmen“.

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