Microsoft hat seine Mixed-Reality-Strategie nicht aufgegeben. Meta Quest erhält die neue Möglichkeit, Kameras und Mikrofone direkt mit Windows zu verbinden

📅 2026-09-19

Zusammenfassung:

Obwohl Microsoft in den letzten Jahren die Entwicklung der Windows Mixed Reality-Plattform gestoppt hat, bedeutet dies nicht, dass sich das Unternehmen vollständig aus dem Mixed-Reality-Bereich zurückgezogen hat.

Die neuesten Anzeichen zeigen, dass Microsoft die Zusammenarbeit mit Meta weiterhin vorantreibt und die tiefe Integration zwischen Meta Quest und Windows 11 weiter stärkt.

Microsoft hat kürzlich eine neue Version des Mixed Reality Link-Anwendungsupdates veröffentlicht, das Kamera- und Mikrofon-Streaming-Funktionen für die Headsets Meta Quest 3 und Quest 3S bietet. Dieses Upgrade bedeutet, dass das Quest-Gerät nicht mehr nur ein virtuelles Display für Windows-Computer ist, sondern sich zu einem vollständigen Audio- und Video-Eingabegerät entwickelt.

Mixed Reality Link wird im Jahr 2025 zunächst offiziell für Benutzer von Meta Quest verfügbar sein. Mit dieser Funktion können Benutzer das Quest-Headset mit einem Windows 11-Computer verbinden, mehrere virtuelle Displays in einer Mixed-Reality-Umgebung erstellen und bei Bedarf frei zwischen dem Perspektivenmodus der realen Welt und einem immersiven virtuellen Büroraum wechseln.

In früheren Versionen spielte Quest eher eine Rolle als Anzeige- und Eingabeterminal. Mit der Einführung neuer Funktionen kann Windows nun direkt auf die integrierten Hardwareressourcen des Headsets zugreifen.

Unter anderem ermöglicht die Mikrofon-Streaming-Funktion Windows, das integrierte Quest-Mikrofon als unabhängiges Audioeingabegerät „Mixed Reality Link Microphone“ zu erkennen. Benutzer können Sprachanrufe, Online-Meetings, Sprachkommunikation in Spielen und Interaktionen mit künstlichen Intelligenzassistenten direkt über das Headset tätigen, ohne eine Verbindung zu einem zusätzlichen Computermikrofon herzustellen.

Im Vergleich zur Audiofunktion hat die zusätzliche Kameraunterstützung mehr Aufmerksamkeit erregt. Nach dem Update können Windows-Anwendungen direkt auf die Kameraaufnahmen des Quest-Headsets zugreifen. Auf diese Weise können Benutzer das, was sie sehen, in Echtzeit mit anderen teilen und so eine Darstellung aus der Ich-Perspektive erreichen.

Microsoft ist davon überzeugt, dass diese Funktion die Erfahrung der Remote-Zusammenarbeit erheblich verbessern kann. Beispielsweise müssen Benutzer bei technischen Support-, Schulungs- und Schulungsszenarien oder Produktdemonstrationsszenarien nicht wiederholt beschreiben, was sie sehen, sondern können ihre Sichtweise direkt an die andere Partei weitergeben.

Gleichzeitig haben Microsoft und Meta gemeinsam eine neue Funktion namens Avatar Camera eingeführt. Durch diese Funktion müssen Benutzer die herkömmliche Kamera in Windows-Anwendungen nicht einschalten, sondern können ihr virtuelles Metabild direkt als Videoquelle verwenden, um an Besprechungen oder Online-Kommunikationen teilzunehmen.

Bei der tatsächlichen Nutzung sehen andere Teilnehmer der Videokonferenz nicht das echte Kameramaterial, sondern das in Echtzeit gesteuerte digitale Meta-Avatar-Bild, wodurch mehr Raum zum Schutz der Privatsphäre geboten wird und gleichzeitig das Gefühl der Online-Präsenz erhalten bleibt.

Nach Angaben von Microsoft wird der aktualisierte Mixed Reality Link mehrere Eingabequellen zu Windows hinzufügen, darunter „Mixed Reality Link Microphone“ für die Audioeingabe, „Mixed Reality Link Passthrough“ für die Bildschirmübertragung einer am Kopf montierten Kamera und „Mixed Reality Link Avatar Camera“ für die Videoausgabe virtueller Charaktere.

Die neue Funktion erfordert Mixed Reality Link 26.9105.9070.0 oder höher und erfordert, dass Benutzer ein Meta Quest 3- oder Quest 3S-Headset mit einem Computer verwenden, auf dem Windows 11 22H2 und höher ausgeführt wird.

Dieses Update zeigt, dass Microsoft weiterhin ein starkes Interesse an Mixed-Reality-Büroszenarien hat. Obwohl das Unternehmen sein eigenes Windows Mixed Reality-Hardware-Ökosystem aufgegeben hat, baut Microsoft durch die Partnerschaft mit Meta Windows zu einer wichtigen Produktivitätsplattform im Quest-Ökosystem aus.

Mit der schrittweisen Integration von Kameras, Mikrofonen, mehreren virtuellen Displays und digitalen Avatar-Funktionen wandelt sich Meta Quest von einem traditionellen VR-Unterhaltungsgerät zu einem Mixed-Reality-Büroterminal. Für Microsoft ermöglicht dieses Kooperationsmodell außerdem, weiterhin auf dem Mixed-Reality-Markt zu bestehen, ohne erneut in die Forschung und Entwicklung eigener Head-Display-Hardware für Endverbraucher investieren zu müssen.

Während Apples Vision Pro und Meta Quest die Entwicklung des Spatial Computing weiter vorantreiben, hat Microsoft diesen Weg offensichtlich nicht verlassen, sondern sich dafür entschieden, Mixed-Reality-Anwendungsszenarien durch das Windows-Ökosystem und Softwaredienste auf pragmatischere Weise weiter zu erweitern.

Weitere Informationen:

https://techcommunity.microsoft.com/blog/mixed-reality-link/microphone-and-camera-streaming-for-mixed-reality-link/4558081

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