Microsoft testet zurückhaltend das neue KI-Speichertool Pantheon Windows 11 begrüßt die Nicht-Screenshot-Version von Recall

📅 2026-10-23

Zusammenfassung:

Microsoft testet heimlich eine neue Anwendung für künstliche Intelligenz für Windows 11, die intern den Codenamen „Project Pantheon“ trägt. Anders als die Recall-Funktion, die zuvor für große Diskussionen gesorgt hat, zeichnet dieses neue Tool nicht automatisch alle Aktivitäten auf dem Bildschirm des Benutzers auf, sondern speichert nur vom Benutzer aktiv ausgewählte Inhalte. Daher wird es von der Außenwelt als neues „Gedächtnissystem“ angesehen, das der Privatsphäre mehr Aufmerksamkeit schenkt.

Testinformationen zufolge erscheint Project Pantheon derzeit unter dem Namen „Context Vault“ und umfasst auch mehrere interne Namen wie „Context IO“ und „Projects“. Obwohl Microsoft das Projekt nicht offiziell angekündigt hat, wurden verwandte Anwendungen auf nicht veröffentlichten Microsoft Store-Seiten getestet und von einigen Benutzern entdeckt und getestet.

Aus funktionaler Sicht ähnelt Context Vault eher einer persönlichen digitalen Speicherbank. Benutzer können Webseiten, Dateien, Screenshots, kopierte Textinhalte sowie Audio- und Videomaterialien aktiv speichern und diese Inhalte in verschiedenen Sammlungen organisieren. Anschließend können Benutzer diese Materialien durch KI durchsuchen, Fragen stellen und zusammenfassen und so zuvor gespeicherte Informationen schnell abrufen.

Die Hauptschnittstelle der Anwendung umfasst mehrere Abschnitte wie Sammlungen, Datenbank, Chat, Zeitleiste, Token-Nutzung und externe Verbindungen. Das System unterstützt Benutzer nicht nur bei der manuellen Erstellung von Kategorien, sondern nutzt auch künstliche Intelligenz, um automatisch Inhaltssammlungen zu generieren. Allerdings befindet sich die Testversion noch in einem frühen Stadium und einige der automatisch generierten Kategorienamen weisen sogar offensichtliche Mängel wie „Keine“ und „null“ auf.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Notizanwendungen ist Project Pantheon tief in das Windows 11-System integriert. Benutzer müssen die App nicht speziell öffnen, um Inhalte zu speichern. Inhalte können über Browsererweiterungen, Datei-Explorer, Windows-Freigabemenüs, Zwischenablagen, Screenshot-Tools und einige kompatible Apps direkt in der Speicherbank gespeichert werden.

Im Freigabemenü des Datei-Explorers kann Context Vault bereits als Freigabeziel wie WhatsApp, Outlook und andere Anwendungen erscheinen. Mit nur wenigen Klicks können Nutzer Bilder, Dokumente und andere Daten im eigenen KI-Speicher speichern.

Microsoft hat auch die „Click to Do“-Funktion von Windows 11 in das Projekt integriert. In den Systemeinstellungen verfügt die Anwendung über registrierte Bedienoptionen wie „Bilder in Projekten speichern“ und „Ausgewählten Text in Projekten speichern“. Diese Funktionen verwenden immer noch den Namen „Projekte“ aus den früheren Tagen des Projekts, was ein weiterer Hinweis darauf ist, dass sich die Anwendung noch in der Entwicklungs- und Testphase befindet.

Ein weiteres erwähnenswertes Merkmal ist die offene ökologische KI-Fähigkeit. Project Pantheon kann nicht nur lokal gespeicherte Informationen verwalten, sondern über den MCP-Server auch relevante kontextbezogene Inhalte an KI-Tools von Drittanbietern wie Claude und Cursor weitergeben, sodass verschiedene KI-Dienste auf von Benutzern autorisierte Materialien zugreifen und zusammenarbeiten können.

In dem Bericht wurde darauf hingewiesen, dass es sich bei der Beschreibung des Projekts Pantheon eher um ein „zweites Gehirn“ handelt, wenn man es mit den einfachsten Worten beschreibt. Im Gegensatz zu Recall, das durch kontinuierliche Screenshots automatisch einen vollständigen Verlauf erstellt, legt Pantheon Wert darauf, dass Benutzer aktiv entscheiden, welche Informationen sie speichern möchten, und nutzt dann künstliche Intelligenz, um die Inhalte zu organisieren, abzurufen und zu verstehen.

Derzeit hat Microsoft den Veröffentlichungszeitpunkt, den Geschäftsplan oder den endgültigen Produktnamen von Project Pantheon noch nicht offiziell bekannt gegeben. Den offengelegten Funktionen nach zu urteilen scheint das Unternehmen jedoch eine KI-Informationsmanagementlösung mit mehr Datenschutzkontrollmöglichkeiten als Recall zu erforschen, in der Hoffnung, Benutzern beim Aufbau einer persönlichen Wissensdatenbank zu helfen und gleichzeitig die Kontroversen zu vermeiden, die durch kontinuierliche Bildschirmaufzeichnungen entstehen.

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