CEO von SK Hynix: Der Speichermangel könnte bis 2030 anhalten

📅 2026-08-31

Zusammenfassung:

SK Hynix prognostiziert, dass der aktuelle Speichermangel bis Ende 2030 anhalten könnte und der Markt noch keine offensichtlichen Anzeichen einer Nachfrageabschwächung zeigt. Guo Luxun, CEO von SK Hynix, sagte nach der Grundsteinlegung für die neue Verpackungsfabrik des Unternehmens in Indiana, USA, dass selbst wenn sich der Markt in Zukunft abkühlen sollte, dies eher durch eine allmähliche Lockerung der Lieferengpässe als durch einen plötzlichen Einbruch der Speicherpreise wie in der Vergangenheit gekennzeichnet sein werde.

Das Unternehmen hatte zuvor damit gerechnet, dass das knappe Angebot an DRAM für den allgemeinen Markt bis 2028 anhalten würde. Diese jüngste Aussage bedeutet, dass diese Erwartung noch erweitert wurde.

Guo Luxun wies darauf hin, dass sich Speicherprodukte allmählich von den Eigenschaften reiner kommerzieller Komponenten entfernt haben. Die rasante Entwicklung der Branche der künstlichen Intelligenz hat Kunden dazu veranlasst, sich kundenspezifischen DRAM- und High-Bandwidth-Memory-Lösungen (HBM) zuzuwenden. Diese Nachfragestruktur erleichtert Herstellern die Vorhersage zukünftiger Bestellungen und verringert die Wahrscheinlichkeit dramatischer Preisrückgänge, die durch ein Überangebot in der Vergangenheit verursacht wurden.

Das neue Werk in Indiana selbst wird die Wafer-Produktionskapazität nicht erhöhen, da es hauptsächlich für die Verpackung und Prüfung zuständig ist und nicht für eine Wafer-Produktionsanlage. Die entsprechenden Wafer werden weiterhin in Südkorea hergestellt und dann zur HBM4E-Verpackung in die USA verschifft. Die Anlage soll im zweiten Halbjahr 2028 den Reinraumbetrieb aufnehmen, die Massenproduktion soll im dritten Quartal 2029 beginnen.

Für Verbraucher bedeutet dies, dass die Preise für DRAM- und NAND-Flash-Speicher kurzfristig wahrscheinlich nicht wesentlich sinken werden. Es wird erwartet, dass die Kosten für Speicher in Personalcomputern, Grafikkarten und Spielekonsolen mehrere Jahre lang hoch bleiben und sich möglicherweise sogar noch im nächsten Jahrzehnt auswirken werden.

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