Der Smart Ring kann kontinuierlich mehrere Biomarker wie Blutzucker und Ketonkörper durch Schweiß überwachen.

📅 2026-08-30

Zusammenfassung:

Intelligente Ringe beschränken sich nicht mehr nur auf die Aufnahme von Stimmen, die Verbindung mit künstlicher Intelligenz oder die Unterstützung beim Sporttraining. Es gibt bereits Produkte auf dem Markt, die die Schlafqualität überwachen, eine Verbindung zu verschiedenen Gesundheitsanwendungen herstellen und Benutzern mithilfe intelligenter Ohrringe sogar helfen können, die Blutflussbedingungen zu verstehen. Ingenieure der University of California in San Diego haben kürzlich einen neuen intelligenten Ring entwickelt. Das Gerät misst mittels Osmose kontinuierlich verschiedene Biomarker wie Alkohol, Glukose, Ketone, Laktat, Vitamin C (Ascorbinsäure) und Harnsäure und übermittelt die Daten an eine Smartphone-App.

In einem in „Nature Communications“ veröffentlichten Forschungspapier sagten die Co-Erstautoren des Papiers, Tamogna Saha, Ding Shichao und Qin Siyu, dass sie einen intelligenten Ring mit kompakter Struktur und hochintegrierten Funktionen entwickelt haben, der eine Vielzahl chemischer Biomarker gleichzeitig in Echtzeit überwachen kann und ein Gegenstück zu bestehenden intelligenten Ringen im Bereich der biochemischen Überwachung wird.

Das Forschungsteam gab an, dass dieses Gerät die Einschränkungen kommerzieller intelligenter Ringe durchbricht, die sich hauptsächlich auf physiologische Signale wie Herzfrequenz und Schlaf konzentrieren, und es Benutzern ermöglicht, biochemische Veränderungen im Körper kontinuierlich zu verstehen, wodurch die Entwicklung personalisierter und miniaturisierter medizinischer Technologie vorangetrieben wird.

Saha, ein Postdoktorand im Team, sagte, dass kommerzielle intelligente Ringe normalerweise nur physiologische Informationen liefern können, aber keine Daten über biochemische Marker auf molekularer Ebene erhalten können, die den Menschen helfen könnten, ein tieferes Verständnis ihrer eigenen Gesundheit zu erlangen.

Dieser Ring nutzt die schmerzfreie, eindringende Hydrogel-Schweißprobenahmetechnologie, die vom Saha-Team entwickelt wurde, und erfordert nicht, dass Benutzer während des Trainings schwitzen. Mit anderen Worten: Benutzer können kontinuierlich Daten zur Gesundheitsüberwachung erhalten, ohne ständig laufen, Rad fahren oder andere anstrengende Aktivitäten ausführen zu müssen. Diese Funktion soll dazu beitragen, Risiken im Zusammenhang mit Diabetes früher zu erkennen und festzustellen, ob der Körper ausreichend Nährstoffe erhält.

Diese Technologie wird besonders wertvoll für sitzende Arbeitnehmer sein, für Menschen, die körperlich nicht in der Lage sind zu schwitzen oder eine eingeschränkte Mobilität haben; Der Ring kann auch im Schlaf weiter funktionieren. Forschungsleiter Professor Wang sagte, der Ring, der dynamische molekulare Informationen in Echtzeit erfassen kann, werde Menschen helfen, fundiertere Entscheidungen über Gesundheit, Ernährung und Lebensstil zu treffen. Beispielsweise hilft die kontinuierliche gleichzeitige Überwachung des Blutzucker- und Ketonspiegels Menschen mit Diabetes, ihre Insulindosierung zu optimieren.

In Tests schnitt der Smart Ring der UC San Diego gut ab und verglich seine Überwachungsergebnisse mit denen eines kontinuierlichen Glukosemonitors, der von Menschen mit Typ-1-Diabetes verwendet wird, und eines kommerziellen Bluttesters, der zur Verfolgung des Ketonspiegels verwendet wird. Die Integration zweier ursprünglich benötigter Geräte in einen Ring soll gleichzeitig den Komfort und die Versteckbarkeit tragbarer medizinischer Geräte verbessern.

Zusätzlich zu seiner Tragbarkeit kann der Ring etwa 12 Stunden lang kontinuierlich überwacht werden und ist auf die spezifischen physiologischen und biochemischen Faktoren des Benutzers kalibriert. Studien zeigen, dass die Kalibrierungsstabilität zwei Monate anhält und Benutzern eine personalisiertere und möglicherweise genauere Beurteilung von Biomarkeränderungen ermöglicht.

Forscher weisen darauf hin, dass die verborgene Natur medizinischer Geräte nicht unterschätzt werden sollte. Viele Patienten leiden unter sozialer Stigmatisierung, weil sie medizinische Hilfe benötigen, und vernachlässigen dadurch möglicherweise sogar ihre eigene Gesundheit. Dieses Gerät, das in den Alltag integriert werden kann und wie ein gewöhnlicher Ring aussieht, kann die psychische Belastung der Benutzer bei der kontinuierlichen Gesundheitsüberwachung verringern.

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