Strategen der Bank of America sagten, der aktuelle Ansturm auf Technologieaktien ähnele der Dotcom-Blase im Jahr 1999, als die Anleger glaubten, die Wirtschaft würde auch bei einer restriktiven Geldpolitik stark bleiben. Michael Hartnett und andere Strategen der Bank of America schrieben in einem Bericht, dass der Rückgang der US-Anleiherenditen im vierten Quartal den Nasdaq-Index in die Höhe getrieben habe, aber sowohl die Renditen als auch der Nasdaq-Index seien in den letzten vier Wochen gestiegen. Diese Situation tritt normalerweise während Rezessionen wie 2009 oder der Dotcom-Blase um die Jahrhundertwende auf.

Hartnett wies darauf hin, dass die Anleger sich keine allzu großen Sorgen darüber machen, ob die Fed die Zinsen im März oder Mai senken wird. Bis die Inflation wieder steigt oder die Arbeitslosigkeit zunimmt, wird der Markt die Entscheidungen der Fed als positiv für die Vermögenspreise bewerten. Wenn die Arbeitslosigkeit zunimmt, wird sich das makroökonomische Umfeld und die Marktstruktur stark verändern.


Der Nasdaq 100 stieg im vergangenen Jahr um 54 %, angetrieben von der Hoffnung auf niedrigere Zinsen, eine stärkere Wirtschaft und Optimismus in Bezug auf künstliche Intelligenz. Diese Gewinnwelle hat sich bis ins Jahr 2024 fortgesetzt. Die Anleger sind weiterhin optimistisch, was Technologieaktien angeht. Die stärker als erwartete Leistung von Meta und Amazon könnte dem Markt mehr Dynamik verleihen.

Fed-Vorsitzender Jerome Powell hat diese Woche die Markterwartungen für eine Zinssenkung im März heruntergespielt, da er befürchtet, dass die Inflation weiterhin über dem 2-Prozent-Ziel der Fed liegt.

Hartnett stellte fest, dass 75 % der Anleger eine sanfte Landung der US-Wirtschaft erwarten, während 20 % keine Landung erwarten. Während eine sanfte Landung dazu führen dürfte, dass mehr Aktien steigen, kamen 45 % der Gewinne des S&P 500 im Januar von den Big Seven.


Hartnetts Ansicht zu Technologieaktien ähnelt einer Warnung der Strategen von JPMorgan Chase & Co. Anfang dieser Woche, dass die Situation bei US-Aktien zunehmend der der Dotcom-Blase ähnelt.

Hartnett sagte, der Bull-and-Bear-Indikator der Bank of America, der die Anlegerstimmung misst, sei auf ein Zweieinhalbjahreshoch gestiegen, sei aber noch weit von einem konträren Verkaufssignal entfernt.