Debian-Experimentalversionen haben damit begonnen, Pakete für ihren 64-Bit-time_t-Übergang neu zu erstellen, um sicherzustellen, dass 32-Bit-Architekturen, auf denen Debian Trixie läuft, bis 2038 funktionieren. Das Problem mit Y2038 besteht darin, dass die Unix-Zeit nach dem 19. Januar 2038 nicht mehr in vorzeichenbehaftete 32-Bit-Ganzzahlen passt.
Debian-Entwickler arbeiten hart daran, sicherzustellen, dass ihre nächste Version über 2038 hinaus läuft. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf 32-Bit-ARM, aber auch andere 32-Bit-Architekturen werden betroffen sein.
Der 64-Bit-Time_t-Übergang ist mit einem großen Arbeitsaufwand verbunden und umfasst mehr als 1.200 Bibliothekssoftwarepakete. Änderungen an Datentypen können zu ABI-Unterbrechungen führen. Debian- und Ubuntu-Entwickler Steve Langasek nennt dies den größten architekturübergreifenden ABI-Übergang in der Geschichte von Debian.
Wer sich für die Arbeit interessiert, die Debian leistet, damit seine 32-Bit-Software das Jahr 2038 korrekt verarbeiten kann, kann die Informationen im DebianWiki finden. Steve Langasek hat heute Informationen über die laufenden Übergangsarbeiten auf der Debian-devel-announce-Liste veröffentlicht und hofft, dass die meisten Arbeiten nach dem Wochenende abgeschlossen sein werden.
Debian 13 „Trixie“ wird voraussichtlich im Jahr 2025 veröffentlicht, sodass genügend Zeit bleibt, um die Bearbeitung von 2038 abzuschließen.
Erfahren Sie mehr:
https://theyear2038problem.com/