EU-Nutzer werden beim Kauf von Produkten im App Store von Apple mit zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen konfrontiert sein, wodurch sie denselben Hürden ausgesetzt sind, wenn sie Produkte in neuen Konkurrenzgeschäften kaufen.Fünfzehn Jahre nach der Eröffnung des App Stores müssen Benutzer in der Europäischen Union noch einen Schritt tun, bevor sie eine App herunterladen. Wie jede andere App fragt Apples AppStore jetzt vor dem Herunterladen nach der Erlaubnis des Benutzers.
Die neue Berechtigungsanfrage wird gestellt, nachdem der Benutzer das iPhone entsperrt hat. Auch nachdem der Benutzer auf die Schaltfläche „Get“ im AppStore geklickt und mit FaceID bestätigt hat, dass er fortfahren möchte.
Unabhängig davon, welche App ausgewählt ist, lautet der neue Sicherheitsschritt: „Der App Store möchte eine App installieren.“ Anschließend erscheint die Option „Weitere Informationen“, die scheinbar erklärt, wie „Informationen vor der Installation überprüft werden“, aber es gibt noch keine weiteren Details.
Dies bedeutet, dass der AppStore zumindest in der EU genauso funktioniert wie andere Apps, die um Erlaubnis bitten. Apps werden beim Tracking von Benutzern zunächst um Erlaubnis bitten, aber auch um Erlaubnis, wenn sie die Verwendung von Geräten wie Mikrofonen erfordern.
Daher hat Apples AppStore inzwischen seinen automatisch vertrauenswürdigen Status verloren. Da dies mit ziemlicher Sicherheit auch dazu führen wird, dass konkurrierende App-Stores diesen Schritt gehen müssen, kann Apple möglicherweise argumentieren, dass es seine eigenen Apps nicht bevorzugt behandelt.
Apple testet derzeit alle seine neuen EU-Funktionen in der Entwickler-Beta, kämpft aber auch mit Konkurrenten, die behaupten, Apple ignoriere europäische Gesetze.