Berichten zufolge forderte EU-Branchenchef Thierry Breton heute Apple-Chef Tim Cook auf, sein streng gehütetes Hardware- und Software-Ökosystem für Konkurrenten zu öffnen. Breton äußerte sich nach einem Treffen mit Cook in Brüssel.
Breton sagte den Medien: „Nach dem Digital Markets Act der EU besteht die nächste Aufgabe für Apple und andere große Technologieunternehmen darin, den Wettbewerbern die Tür zu öffnen.“
„Ob es sich um ein E-Wallet, einen Browser oder einen App Store handelt, Verbraucher, die Apple iPhones nutzen, sollten in der Lage sein, von wettbewerbsfähigen Diensten einer Reihe von Anbietern zu profitieren“, sagte er.
Das neu verabschiedete Digital Market Act der EU legt eine Liste für Apple und andere große Technologieunternehmen fest, die auch erlaubt und was nicht, mit dem Ziel, den Wettbewerb auf dem Markt weiter zu stärken.
Breton nahm auch Apples Argument ins Visier, dass Sicherheits- und Datenschutzbedenken der Grund dafür seien, dass das Unternehmen über ein geschlossenes Ökosystem verfüge. „Die EU-Regulierung fördert Innovation, ohne die Sicherheit und den Datenschutz zu gefährden“, sagte er.
Das geschlossene Ökosystem von Apple hat im Laufe der Jahre breite Kontroversen ausgelöst. Um das Monopol großer Technologieunternehmen, darunter Apple, zu brechen, hat die Europäische Union das Digital Market Act verabschiedet.
Dem Gesetzentwurf zufolge wird Apple nicht gezwungen sein, Software zu bündeln, eine geschlossene ökologische Umgebung festzulegen oder Benutzer auf die Nutzung nur des eigenen App-Stores zu beschränken. Die EU verlangt von Apple, die Korrekturen bis zum 6. März 2024 abzuschließen.