Auf der Deutschen Luftfahrtkonferenz diese Woche in Hamburg stellte Airbus Helicopters sein Flughubschrauberlabor PioneerLab vor, das auf der zweimotorigen H145-Plattform des Unternehmens basiert. Eines der Markenzeichen der Forschungs- und Entwicklungsbemühungen von Airbus Helicopters ist die Flotte der FlightLab-Fluglabore zur Flugerprobung neuer Technologien. Das neueste davon ist PioneerLab, eine Variante des 1999 eingeführten Mehrzweckhubschraubers H145.
Die neueste Version von Flightlab konzentriert sich auf die Entwicklung biobasierter Materialien und Technologien, um zukünftige Drehflügler umweltfreundlicher, effizienter und autonomer zu machen.
Laut Airbus wird das Pioneer Laboratory ein hybrides elektrisches Antriebssystem und eine verbesserte Aerodynamik nutzen, um den Treibstoffverbrauch um 30 % zu senken. Außerdem sollen damit Strukturbauteile aus biobasierten und wiederverwertbaren Ressourcen getestet werden, die bei der Herstellung weniger Rohstoffe und Energie verbrauchen. Ziel ist es, die Umweltbelastung des Hubschraubers während seiner gesamten Lebensdauer zu reduzieren.
Neben der Stärkung der Umweltfreundlichkeit des Unternehmens wird Pioneer Labs auch den Einsatz fortschrittlicher Sensoren und digitaler Systeme untersuchen, um die Sicherheit und Autonomie, insbesondere bei Start und Landung, zu verbessern.
Im Werk des Unternehmens in Donauwörth, Deutschland, haben Flugtests begonnen, zunächst mit dem Rotoraufprallwarnsystem und dann mit dem automatisierten Start- und Landesystem.
Tomasz Krysinski, Leiter der Forschungs- und Innovationsprogramme bei Airbus Helicopters, sagte: „Mit PioneerLab setzen wir unsere ehrgeizige Strategie fort, neue Technologien an Hubschrauberdemonstratoren zu testen und zu reifen. Das Pioneer Lab am Standort Donauwörth in Deutschland wird unsere Plattform zum Testen von Technologien speziell für zweimotorige Hubschrauber sein.“