Google gab heute bekannt, dass die clientseitige Verschlüsselung (CSE) für Gmail jetzt für Android- und iOS-Geräte verfügbar ist und Benutzern mehr Kontrolle über Verschlüsselungsschlüssel und Datenzugriff gibt. Anfang des Jahres wurde Gmail im Web um eine clientseitige Verschlüsselung erweitert. Es ermöglicht Benutzern, verschlüsselte Nachrichten direkt vom Gerät aus zu lesen und zu schreiben.


Workspace verschlüsselt ruhende und übertragene Daten mithilfe sicher konzipierter Verschlüsselungsbibliotheken, während die clientseitige Verschlüsselung sicherstellt, dass Sie die alleinige Kontrolle über Verschlüsselungsschlüssel und Zugriff auf Ihre Daten haben. Durch die clientseitige Verschlüsselung wird sichergestellt, dass Google-Server vertrauliche Daten in E-Mail-Texten und Anhängen nicht entschlüsseln können. Sie behalten die Kontrolle über die Verschlüsselungsschlüssel und die Identitätsdienste, die auf diese Schlüssel zugreifen.

Diese Funktion steht Nutzern von Google Workspace EnterprisePlus, EducationPlus und EducationStandard zur Verfügung. Andere Workspace-Versionen (wie Essentials, BusinessStarter, BusinessStandardPlus usw.) unterstützen keine clientseitige Verschlüsselung. Darüber hinaus können Benutzer mit persönlichen Google-Konten diese Funktion nicht nutzen.

Laut Google ermöglicht die Funktion „Benutzern, jederzeit und überall auf ihren Mobilgeräten mit ihren sensibelsten Daten zu arbeiten und dabei Compliance- und behördliche Anforderungen einzuhalten.“ Diese Funktion nutzt das S/MIME-Protokoll, um E-Mails zu verschlüsseln und digital zu signieren, bevor sie an Google-Server gesendet werden.

Beim Verfassen einer E-Mail in Gmail für Android oder iOS können berechtigte Benutzer auf das blaue Schlosssymbol in der Betreffzeile klicken, um die clientseitige Verschlüsselung zu aktivieren. Diese Funktion ist jedoch standardmäßig deaktiviert und Administratoren müssen den Zugriff über die CSE-Verwaltungsschnittstelle aktivieren.

Aktuellen Nachrichten zufolge feiert der Suchriese Google diese Woche seinen 25. Geburtstag und ermöglicht Teenagern ab 13 Jahren die Nutzung seines generativen Sucherlebnisses. Google hat außerdem ein neues Tool namens „Google-Extended“ angekündigt, mit dem Webmaster steuern können, ob Google auf ihre Inhalte zugreifen kann, um seine künstliche Intelligenz „Bard“ zu trainieren.

Google wird außerdem die grundlegende HTML-Version von Gmail einstellen, die entwickelt wurde, um ältere Browser zu unterstützen oder Benutzern mit langsameren Verbindungen zu helfen. Ab Anfang nächsten Jahres wird die Basisversion von Gmail eingestellt und die Standardansicht wird standardmäßig geladen.