Die Vereinigten Staaten haben am Dienstag die neuesten Exportbeschränkungen für Chips erlassen. NVIDIA (USA: NVDA) bestätigte, dass der Verkauf von drei neuen High-End-Chips nach China verboten ist, darunter die speziell für China hergestellten künstlichen Intelligenz-Chips A800 und H800 von NVIDIA. Auch der Verkauf des im August von der Fabrik herausgebrachten Top-Gaming-Chips L40S nach China wird verboten. Der US-Aktienkurs von NVIDIA fiel am Dienstag unter 430 US-Dollar, fiel im Laufe des Tages um 4,7 % und schloss bei 439,38 US-Dollar.

Besuchen Sie die Kaufseite:

Produktübersicht der NVIDIA-Serie von JD.com

Die Nachricht, dass die Vereinigten Staaten die Exportbeschränkungen für Chips verschärfen, kursiert schon seit Längerem. Inländische Medien wiesen darauf hin, dass viele chinesische Hersteller die Nachricht im Voraus erhalten und sich vorab eingedeckt hätten. Auch Tencent, Baidu und andere Hersteller gaben an, dass sie derzeit über „große Vorräte“ verfügen.

Nvidia hat der US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) mitgeteilt, dass zu den Produktlinien, die derzeit vom US-Verbot für China betroffen sind, gehören: A100, A800, H100, H800, L40, L40S und RTX4090.

Das Unternehmen sagte außerdem, dass das Verbot auch Prozessorsysteme betrifft, die diese Chips verwenden, einschließlich DGX- und HGX-Systeme. Nvidia sagte, die Beschränkungen könnten seine Fähigkeit beeinträchtigen, die Entwicklung neuer Produkte wie geplant abzuschließen.

NVIDIA wurde ab 2022 der Verkauf von High-End-Chips wie A100 und H100 nach China verboten. Damals konzipierte NVIDIA die A800 und H800 mit unterdurchschnittlicher Leistung als Alternativen für den Verkauf nach China.

Nvidia hat zuvor erklärt, dass bis zu 25 % seiner Einnahmen aus Rechenzentrumschips aus China stammen. Nicht nur der Aktienkurs von Nvidia war betroffen, auch die Aktienkurse von Intel (Intel, USA: INTC) und AMD (USA: AMD) fielen am Dienstag um mehr als 1 %.

Das US-Handelsministerium hat die umfassenden Exportkontrollen ausgeweitet, die erstmals im Oktober letzten Jahres eingeführt wurden. Die jüngsten Beschränkungen spiegeln den technologischen Fortschritt wider und machen es für Unternehmen schwieriger, Wege zur Umgehung der Beschränkungen zu finden.

US-Handelsministerin Gina Raimondo sagte, der Zweck dieses Updates bestehe darin, Chinas Zugang zu fortschrittlichen Chips einzuschränken, da diese Produkte Durchbrüche bei künstlicher Intelligenz und fortschrittlichen Computern fördern könnten, die für Chinas militärische Entwicklung und Modernisierung von entscheidender Bedeutung seien.

In den neuen Regeln wird auch erwähnt, dass ein Unternehmen, wenn es beabsichtigt, KI-Chips nach China oder in Sperrgebiete zu verkaufen, die Genehmigung der US-Regierung einholen muss, um festzustellen, ob eine Lizenz erforderlich ist, um entsprechende Chipprodukte nach China zu verkaufen.