Apple hat damit begonnen, eine Milliarde US-Dollar für die Förderung generativer künstlicher Intelligenz auszugeben, während der iPhone-Hersteller versucht, mehr künstliche Intelligenz in die nächste Version seines Betriebssystems einzubauen. Nach der Welle technologischer Fortschritte, die von ChatGPT und seinen Konkurrenten vorangetrieben wird, muss Apple mit dem Rest des Marktes Schritt halten. Apple-Chef Tim Cook bestätigte im September, dass das Unternehmen „sicherlich“ an generativer KI arbeite, enthüllte jedoch keine kommenden Produkte.

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Apple Online Store (China)

In einem „PowerOn“-Newsletter, der am Sonntag für Bloomberg verfasst wurde, waren Apple-Führungskräfte vom Zustrom künstlicher Intelligenz „überrumpelt“ und arbeiteten daran, die verlorene Zeit ab Ende 2022 aufzuholen.

Eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte gegenüber Reportern: „Wir sind darüber sehr besorgt und glauben intern, dass dies ein ziemlich großer Fehler ist.“ Neben der Entwicklung eines internen Chatbots namens „AppleGPT“ möchte das Unternehmen auch untersuchen, wie diese Technologie in seine Produkte integriert werden kann.

Die Weiterentwicklung der künstlichen Intelligenz wird von den Senior Vice Presidents John Giannandrea und Craig Federighi geleitet, die jeweils für künstliche Intelligenz und Software verantwortlich sind. An dem Projekt, das Apple etwa eine Milliarde US-Dollar pro Jahr kosten wird, ist auch Servicechef Eddy Cue beteiligt.

Giannandrea ist für die Leitung der technischen Entwicklung des neuen künstlichen Intelligenzsystems sowie für die Anpassung von Siri an die Nutzung des Systems verantwortlich. Man geht davon aus, dass bereits 2024 eine neue und verbesserte Version von Siri verfügbar sein wird, die diese Technologie nutzt.

Die von Federighi kontrollierte Software-Engineering-Gruppe wird daran arbeiten, der nächsten Version von iOS künstliche Intelligenz hinzuzufügen. Dies würde bedeuten, die Leistungsfähigkeit des großen Sprachmodells von Apple zu nutzen und möglicherweise die Art und Weise zu verbessern, wie Siri Fragen und Informationen verarbeitet, um Sätze automatisch zu vervollständigen.

Auch das Hinzufügen generativer künstlicher Intelligenz zu Entwicklungstools wie Xcode ist eine Untersuchung. Dadurch können Entwickler schneller Apps für Apple-Plattformen erstellen.

Der Dienst wird auch daran arbeiten, künstliche Intelligenz zu seinen verschiedenen Anwendungen hinzuzufügen, beispielsweise automatisch generierte Apple Music-Wiedergabelisten. Dazu gehört möglicherweise auch, Benutzern beim Schreiben in Pages oder beim Erstellen von Diashows in Keynote zu helfen.

Apple testet im Rahmen von AppleCare auch generative KI in internen Kundendienstanwendungen.

Während die Entwicklungsarbeit weitergeht, gibt es einige Debatten darüber, ob man weiterhin auf die Verarbeitung auf dem Gerät drängen oder cloudbasierte Dienste zur Unterstützung nutzen soll. Ersteres ist stärker auf den Datenschutz ausgerichtet, letzteres kann jedoch erweiterte Funktionen entwickeln.