Forscher haben drei Aborigine-Tracking-Experten hinzugezogen, um das Geheimnis dieser 5.000 Jahre alten Fußabdrücke zu lösen. Unter den einheimischen Schnitzereien, die in den Doronawas-Bergen im Westen Zentralnamibias entdeckt wurden, konnten die Kalahari-Tracker nicht nur 407 einzigartige biologische Fußabdrücke identifizieren, sondern auch die Art, das Geschlecht und das geschätzte Alter berechnen. Unglaublicherweise gelang es dem Team, mehr als 90 Prozent der antiken Kunstwerke zu identifizieren. Weitere Arten sind Affen, Stachelschweine, Schakale, Elefanten, Löwen, Geparden, Erdferkel und Paviane.
Insgesamt können mindestens 40 Arten eindeutig anhand ihrer einzigartigen Fußabdrücke identifiziert werden. Mehr als 60 Arten davon sind Vogelfußabdrücke.
Die Giraffe gewann den Beliebtheitswettbewerb mit 54 erwachsenen und 81 jugendlichen Fußabdrücken. Dies ist ein ungewöhnlicher Befund in den Daten, da die Daten zeigen, dass sich die Schnitzer hauptsächlich auf Fußabdrücke von Erwachsenen (und hauptsächlich Männern) konzentrierten.
Archäologen aus der Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg in Deutschland und die Universität zu Köln in Deutschland konnten dank einheimischer Fährtenleser aus dem NyaeNyae-Reservat in Czenkwe ein tieferes Verständnis gewinnen.
Während Forscher versuchen, das alte Puzzle zusammenzusetzen, verlassen sie sich zunehmend auf diese Fährtenleser der Aborigines, die oft für die kommerziellen Jäger Thui Thao, /Ui Kxunta und Tsamgao Ciqae arbeiten.
Obwohl es viele Theorien darüber gibt, warum Tierfußabdrücke in unseren frühesten Kunstgalerien auftauchen, und wir vielleicht nie ihr volles Ausmaß kennen, liefern sie doch eine wertvolle Aufzeichnung von Veränderungen in Landschaften und Tierpopulationen.
Die Identifizierung von Fußabdrücken ist nicht narrensicher, unterstreicht jedoch die Bedeutung einzigartiger Fähigkeiten der Aborigines für die Forschung.
Die Forscher stellen fest: „Namibias Felswände enthalten eine große Anzahl steinzeitlicher Tier- und Menschenmuster sowie menschliche und tierische Fußabdrücke. Letztere haben bisher wenig Beachtung gefunden, weil den Forschern das Wissen fehlt, sie zu interpretieren.“
Die Forschung wurde in der Zeitschrift PLoSONE veröffentlicht.