Wissenschaftler von SETI und der Penn State University setzten das Allen-Teleskop 28 Stunden lang ein, um das außerirdische Signal von TRAPPIST-1 zu erfassen. Mithilfe der Bedeckung von Planet zu Planet und verbesserter Scantechniken identifizierten sie potenzielle Signale, von denen keines außerirdisch war, aber die entwickelte Methode verspricht zukünftige Erfolge. Das Projekt markiert die längste Einzelzielsuche nach Funksignalen von TRAPPIST-1.

Das Konzept dieses Künstlers ermöglicht es uns, uns vorzustellen, wie es wäre, auf der Oberfläche des Exoplaneten TRAPPIST-1f zu stehen, der sich im TRAPPIST-1-System im Sternbild Wassermann befindet. Bildquelle: NASA/JPL-Caltech

Forscher des SETI Institute und der Pennsylvania State University scannten mit dem Allen Telescope Array 28 Stunden lang das Sternensystem TRAPPIST-1 und suchten nach Radiosignalen, die auf außerirdische Technologie hinweisen. Dies ist die größte Suche, die jemals ausschließlich auf dem Stern TRAPPIST-1 durchgeführt wurde. Obwohl keine Anzeichen außerirdischer Technologie gefunden wurden, lieferte das Projekt wichtige Daten und bereitete einen neuen Ansatz für zukünftige Signalsuchen vor.

„Diese Studie zeigt, dass wir der Erkennung von Radiosignalen, die denen ähneln, die wir in den Weltraum senden, immer näher kommen“, sagte Nick Tusay, ein Doktorand an der Penn State University. „Die meisten Suchvorgänge gehen von irgendeiner Absicht aus, beispielsweise von Beacons, da die Empfindlichkeit unserer Empfänger auf die niedrigste Sendeleistung beschränkt ist, die über jedes Signal hinausgeht, das wir versehentlich aussenden. Aber mit besserer Ausrüstung, wie dem kommenden Square Kilometre Array (SKA), könnten wir bald in der Lage sein, Kommunikationen zwischen außerirdischen Zivilisationen und ihren Raumfahrzeugen zu erkennen.“

Planetenbedeckung. Quelle: Zayna Sheikh

Das Projekt konzentriert sich auf ein Phänomen namens Planet-Planet-Okkultation (PPO). Eine Planetenbedeckung tritt auf, wenn sich ein Planet vor einem anderen bewegt. Wenn in diesem Sternensystem intelligentes Leben existiert, könnten zwischen Planeten gesendete Funksignale austreten und von der Erde erkannt werden.

Mithilfe des verbesserten ATA scannte das Team einen breiten Frequenzbereich auf der Suche nach schmalbandigen Signalen, die als mögliche Anzeichen für außerirdische Technologie gelten. Das Forschungsteam hat Millionen potenzieller Signale gefiltert und etwa 11.000 Kandidatensignale für eine detaillierte Analyse ausgewählt. Das Team entdeckte 2.264 dieser Signale innerhalb des vorhergesagten PPO-Fensters. Allerdings stammen keine dieser Signale von intelligenten Lebewesen.

Die neuen Fähigkeiten von ATA, darunter fortschrittliche Software zum Filtern von Signalen, helfen dem Team, mögliche außerirdische Signale von erdbasierten Signalen zu unterscheiden. Sie glauben, dass die Verbesserung dieser Methoden und die Konzentration auf Ereignisse wie PPOs dazu beitragen könnten, die Chancen zu erhöhen, in Zukunft außerirdische Signale zu entdecken.

TRAPPIST-1 ist ein außergewöhnliches Sternensystem, etwa 41 Lichtjahre von der Erde entfernt, mit sieben erdgroßen Planeten, von denen sich mehrere in der bewohnbaren Zone des Sterns befinden. Der ultrakühle Zwergstern hat aufgrund seiner möglichen lebenserhaltenden Bedingungen die Aufmerksamkeit von Astronomen auf sich gezogen und ist damit ein Hauptziel für die Untersuchung der Atmosphären von Exoplaneten und der Möglichkeit außerirdischen Lebens. Bildnachweis: NASA und JPL/Caltech

Dr. Sofia Sheikh, eine SETI-Forscherin am SETI-Institut, sagte: „Dieses Projekt umfasst die Arbeit von Studenten im Rahmen des SETI Institute Research Experience for Undergraduates (REU)-Programms 2023. Studenten suchen nach Signalen von künstlichen Orbitern um den Mars, um zu überprüfen, ob das System die Signale korrekt erkennt. Dies ist eine spannende Möglichkeit für Studenten, an der hochmodernen SETI-Forschung teilzunehmen.“

Das TRAPPIST-1-System ist ein kleiner, kalter Stern, etwa 41 Lichtjahre von der Erde entfernt. Es gibt sieben Gesteinsplaneten, von denen sich einige in der bewohnbaren Zone befinden, wo die Bedingungen die Existenz von flüssigem Wasser ermöglichen könnten – einem wesentlichen Bestandteil für das Leben, wie wir es kennen. Dies macht TRAPPIST-1 zu einem Hauptziel bei der Suche nach Leben außerhalb der Erde.

Diese Abbildung zeigt, wie das Planetensystem TRAPPIST-1 aussehen könnte, basierend auf vorhandenen Daten zum Durchmesser, der Masse und der Entfernung des Planeten von seinem Mutterstern. Astronomen nannten diese Planeten TRAPPIST-1a, TRAPPIST-1b usw. Quelle: NASA/JPL-Caltech

Das Team hat dieses Mal keine außerirdischen Signale gefunden, wird aber seine Suchtechniken weiter verbessern und andere Sternensysteme erforschen. Zukünftige Suchen mit größeren, leistungsstärkeren Teleskopen könnten Wissenschaftlern dabei helfen, schwächere Signale zu erkennen und unser Verständnis des Universums zu erweitern.

Ein Artikel, der diese Forschung beschreibt, wurde zur Veröffentlichung im Astronomical Journal angenommen und ist online als Vorabdruck verfügbar.

Zusammengestellt von/SciTechDaily