Programmiersprachen halten mit den neuesten technologischen Fortschritten Schritt. Obwohl Millionen von Menschen weiterhin Programmiersprachen der alten Schule verwenden, verwalten und verarbeiten moderne Programmiersprachen Daten auf effizientere Weise, insbesondere heute mit der zunehmenden Entwicklung künstlicher Intelligenz. Das neueste Update des TIOBE-Index zeigt bedeutende Veränderungen in der Softwareentwicklungslandschaft. Während traditionelle Programmiersprachen nach wie vor beliebt sind, suchen viele Entwickler nach Technologien, die mit den riesigen Mengen moderner digitaler Daten umgehen können. Traditionelle Sprachen wie C, COBOL, Fortran und Assembler haben immer noch ihren Platz, stehen aber nicht mehr im Mittelpunkt.

Der TIOBE-Index ist ein monatlicher Indikator für die Beliebtheit von Programmiersprachen, die vom niederländischen Unternehmen TIOBE Software BV verwaltet werden. Die Daten zur „Beliebtheit“ stammen aus Suchergebnissen von mehr als 20 Websites, darunter Google, Amazon, Wikipedia und Bing.

Im Oktober 2024 behauptete Python weiterhin seine Position als beliebteste Programmiersprache und wuchs im vergangenen Monat um +7,08 % auf 21,90 % des Marktanteils. C++ liegt mit einem Marktanteil von 11,60 % an zweiter Stelle, gefolgt von Java mit einem Marktanteil von 10,51 %. Allerdings verliert die klassische C-Sprache an Markt und belegt derzeit mit einem Marktanteil von 8,38 % den vierten Platz, was einem Rückgang von 3,70 % entspricht.

Paul Jansen, CEO von TIOBE Software, sagte, dass die Menge digitaler Daten in der heutigen Technologiewelt in einem beispiellosen Tempo wächst, was zu einer steigenden Nachfrage nach Tools führt, die diese Daten effizient verarbeiten und nutzen können. Was Programmierer jetzt brauchen, sind Sprachen, die große Mengen an Bits und Bytes gut verarbeiten, komplexe Berechnungen durchführen und eine hohe Leistung bieten können.

Jansen sagte, Python sei leicht zu erlernen und sicher, aber nicht schnell genug. Daher suchen Softwareentwickler „hektisch“ nach leistungsfähigeren Alternativen. C++ kann ein Kandidat sein, ist aber für Speicherverwaltungsaufgaben nicht sicher genug. Rust ist eine interessante neue Sprache, die schnell in die Top Ten des TIOBE-Index gelangt, obwohl sie nicht leicht zu erlernen ist.

Mojo ist eine Programmiersprache, die 2023 von Chris Lattner entwickelt wurde und im Oktober 2024 erstmals in den TIOBE-Index aufgenommen wurde. Jansen beschreibt Mojo als eine Mischung aus Python und Swift mit schnellerer Leistung. Derzeit liegt Mojo mit einem Anteil von 0,15 % auf Platz 49 und eignet sich besonders für Low-Level-Programmierung auf Hardware für künstliche Intelligenz wie GPUs, ohne NVIDIAs proprietäre CUDA-API für paralleles Rechnen zu verwenden.