Heidelbeeren und andere Früchte sind anfällig für Pilze wie Grauschimmel, während Sonnenblumen eine hohe Resistenz gegen diese Pilze aufweisen. Vor diesem Hintergrund haben Wissenschaftler nun einen Extrakt aus weggeworfenen Sonnenblumenstängeln eingesetzt, um zu verhindern, dass die Früchte schimmeln.

Sonnenblumen sind seit langem für ihre Resistenz gegen verschiedene Pflanzenkrankheiten bekannt. Obwohl Sonnenblumenkerne und -öl vielseitig einsetzbar sind, werden die Stängel nach der Ernte oft weggeworfen.

Unter der Leitung von Xiaodong Luo und Yun Zhao haben Wissenschaftler der Chinesischen Akademie der Wissenschaften kürzlich damit begonnen, zu untersuchen, ob diese Stängel eine Quelle antimykotischer Verbindungen sein könnten, und diese auf geerntete Früchte anzuwenden. Die Analyse der Extrakte dieser Stämme ergab, dass sie 17 verschiedene Arten von Verbindungen, sogenannte Diterpenoide, enthielten. Vier davon waren der Wissenschaft bisher unbekannt.

Bei Tests am Pilz Botrytis cinerea zerstörten vier der 17 Diterpene, darunter zwei neue Diterpene, die Plasmamembran des Pilzes. Dies führt dazu, dass seine Zellen undicht werden und er nicht in der Lage ist, die Krankheit zu bilden, die wir als Grauschimmel kennen.

Anschließend trugen die Wissenschaftler eine ungiftige Sonnenblumenextraktlösung auf eine Charge Blaubeeren auf, die sie anschließend trockneten und mit Botrytis-Sporen injizierten. Innerhalb von 6 Tagen schimmelten 42,9 % der Blaubeeren nicht wie andere Früchte. Mit fortschreitender Forschung wird diese Zahl steigen.

Ein Artikel über die Forschung wurde kürzlich im Journal of Agricultural and Food Chemistry veröffentlicht.