Nach der jüngsten Betaversion von Red Hat Enterprise Linux 10 hat CentOS Stream 10 nun den allgemein verfügbaren Status erreicht. CentOSStream10 definiert Upstream-RedHatEnterpriseLinux10, und Nebenversionen von RHEL10 werden aus Upstream-RedHatEnterpriseLinux10 erstellt und werden schließlich zu Vorschauversionen zukünftiger RHEL10-Versionen. CentOS Stream 10 wurde Anfang des Jahres in die Vorschau aufgenommen und gilt nun als GA-Status.

CentOS gab heute bekannt, dass CentOS Stream10 „Coughlan“ allgemein verfügbar ist und plant, es bis etwa 2030 verfügbar zu halten, um mit der vollständigen Supportphase von RHEL10 zusammenzufallen.

CentOS Stream10 basiert auf dem neuen Linux 6.12-Kernel, der auch die diesjährige LTS-Kernel-Version ist. Neben Linux6.12LTS unterstützt CentOSStream10 auch Python3.12, Go1.23, Rust1.82, Valkey7.2, das Redis ersetzt, und den GNOME47-Desktop.

CentOSStream10 enthält außerdem den GCC14-Compiler sowie OpenJDKJava21, PHP8.3, LLVM19, Qt6.7, DNF4.20 und andere neu veröffentlichte Software.

CentOSStream10 unterstützt X.OrgServer nicht, Wayland ist der Standard-Anzeigestapel und XWayland ist für Benutzer verfügbar, die Unterstützung für ältere X11-Anwendungen benötigen.

CentOSStream10 packt außerdem Firefox, GIMP, LibreOffice, Inkscape und Thunderbird nicht mehr. Stattdessen wird CentOSStream10-Desktop-Benutzern empfohlen, sich über Flathub auf das Flatpak-Softwarepaket zu verlassen.

Weitere Details zur allgemeinen Verfügbarkeit von CentOS Stream10 unter CentOS.org.

EPEL10 (ExtraPackages for Enterprise Linux) wurde heute ebenfalls veröffentlicht. EPEL10 erweitert die Pakete in RHEL10 um Pakete von Fedora und bietet so eine vielfältigere Auswahl an Paketen außerhalb des Umfangs der offiziellen RHEL-Software-Repositorys.