Reuters berichtete, dass Apple heute eine rechtliche Anfechtung des Digital Markets Act der Europäischen Union eingeleitet hat, da der Gesetzentwurf Apple dazu verpflichten soll, das Sideloading von Apps auf seinen Geräten zu ermöglichen. Der Digital Markets Act (DMA) tritt am 1. November 2022 in Kraft und verpflichtet „Gatekeeper“-Unternehmen, ihre Dienste und Plattformen für andere Unternehmen und Entwickler zu öffnen.

DMA wird große Auswirkungen auf die Plattform von Apple haben und das Unternehmen möglicherweise dazu zwingen, große Änderungen am App Store, an Nachrichten, FaceTime, Siri und mehr vorzunehmen. Beispielsweise muss Apple Benutzern das „Querladen“ von Apps von außerhalb des App Stores ermöglichen. Das Unternehmen scheint bereit zu sein, dieser Anforderung Anfang 2024 nachzukommen.

Der neue Rechtsfall von Apple zielt auf bestimmte Entscheidungen der Europäischen Kommission im Rahmen des DMA ab, die konkreten Einzelheiten der Klage wurden jedoch noch nicht veröffentlicht. Es wird erwartet, dass der Fall Argumente gegen die Aufnahme des App Stores in die EU-Liste der geschlossenen Plattformen enthält, die das Seitenladen von Apps als Option erfordert und es Benutzern ermöglicht, den App Store zu meiden, wenn sie dies wünschen.

In einer damaligen Erklärung sagte Apple zu Bloomberg: „Wir sind nach wie vor sehr besorgt über die Datenschutz- und Datensicherheitsrisiken, die DMA für unsere Benutzer mit sich bringt.“

Meta und TikTok haben ähnliche Rechtsmittel gegen die Einbeziehung ihrer Dienste durch die Europäische Kommission eingelegt.