AMD verhandelt derzeit mit asiatischen Unternehmen über den Verkauf von Rechenzentrums-Produktionsanlagen, deren Übernahme es letztes Jahr vereinbart hatte, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Unternehmen wie Compal, Inventec, Pegatron und Wistron haben Interesse am Erwerb der Vermögenswerte bekundet, die einschließlich Schulden einen Wert von 3 bis 4 Milliarden US-Dollar haben könnten.

Ein Verkauf könnte bereits im zweiten Quartal angekündigt werden, sagten die Personen, die bei der Besprechung vertraulicher Informationen anonym bleiben wollten. Die Verhandlungen seien noch im Gange und man sei sich nicht sicher, ob AMD eine Einigung erzielen werde, sagten sie.

Vertreter von AMD, Compal, Inventec, Pegatron und Wistron lehnten eine Stellungnahme ab.

AMD erwarb die Fabriken, als es im August die 4,9 Milliarden US-Dollar teure Übernahme von ZT Systems bekannt gab. Zuvor war ZT Inventecs langjähriger Partner für die Montage von KI-Servern. AMD gab letztes Jahr bekannt, dass es das Fertigungsgeschäft ausgliedern werde, um der Konkurrenz mit Kunden wie Dell und Hewlett-Packard aus dem Weg zu gehen.

Die Branchenanalysten Kunjan Sobhani und Oscar Hernandez Tejada schätzten zuvor, dass die Produktionseinheit für 1,5 bis 3 Milliarden US-Dollar verkauft werden könnte. In den 12 Monaten vor der Übernahme durch AMD erzielte das Serverherstellungsgeschäft einen Umsatz von etwa 10 Milliarden US-Dollar.

Für potenzielle Käufer ist es eine Gelegenheit, Zugang zu Fabriken zu erhalten, in denen Serverausrüstung hergestellt wird, die das Herzstück des Booms der künstlichen Intelligenz darstellt. Einige dieser Werke befinden sich in New Jersey und Texas. Die Standorte könnten als Mittel zur Umgehung von Zöllen und anderen Maßnahmen der Regierung von US-Präsident Donald Trump attraktiv sein, die darauf abzielt, die Technologieproduktion in die USA zurückzubringen.