Die Browsererweiterung Honey wurde vom Zahlungsunternehmen PayPal entwickelt. Die Hauptfunktion dieser Erweiterung besteht darin, Benutzern dabei zu helfen, beim Surfen auf bestimmten Websites Gutscheine bereitzustellen. Viele Benutzer haben diese Erweiterung mithilfe der Coupon-Funktion installiert.

Zuvor wurde festgestellt, dass die Honey-Erweiterung schädliches Verhalten aufweist: Unabhängig davon, ob der Benutzer über Honey eine bestimmte Website erreicht hat, kaperte Honey den Benutzerverkehr und fügte während des Bezahlvorgangs eigene Rabatt-Links (Affiliate-Links) hinzu.

Beispielsweise bewirbt Website A ein Produkt über einen bestimmten KOL. Wenn der Benutzer auf den Produktlink klickt, sollte der ursprüngliche Rabattlink zum KOL gehören. Wenn der Benutzer jedoch die Honey-Erweiterung installiert, wird der Rabattlink in Honey geändert.

Mit anderen Worten: Honey hat die Werbeeinnahmen, die ursprünglich KOL gehörten, ohne Zustimmung des Nutzers und ohne Beitrag zur Website A gekapert. Dieses Verhalten ist offensichtlich Betrug.

Google hat heute seine Chrome-Werbeerweiterungsregeln aktualisiert, um klarzustellen, dass dieses Verhalten nicht zulässig ist:

Affiliate-Links, Code oder Cookies dürfen nur dann eingebunden werden, wenn die Erweiterung einen direkten und transparenten Nutzernutzen im Zusammenhang mit ihrer Kernfunktionalität bietet. Das Einfügen von Affiliate-Links ist ohne entsprechende Nutzeraktion und ohne konkreten Nutzen für den Nutzer nicht gestattet.

Zu den häufigsten Verstößen gehören: Einfügen von Affiliate-Links ohne Rabatte, Cashback oder Spenden; und Erweiterungen, die kontinuierlich Affiliate-Links im Hintergrund einfügen, ohne dass eine Benutzeraktion erforderlich ist.

Das YouTube-MegaLag-Video, das die Entführung der Honey-Erweiterung im Januar aufdeckt, wurde mehr als 17 Millionen Mal angesehen, aber MegaLag sagte, der zweite Teil seines Videos hätte schon vor Wochen veröffentlicht werden sollen, und weil hinter den Kulissen viel los sei, von dem das meiste jetzt nicht enthüllt werden könne.

Nach den Aussagen von MegaLag zu urteilen, scheint es unter einem gewissen Druck gestanden zu haben. Es ist nicht bekannt, ob PayPal den Ersteller kontaktiert und ihn daran gehindert hat, weiterhin weitere Videos über die Übernahme des Benutzerverkehrs durch Honey zu veröffentlichen.