Anfang des Jahres hat Google versehentlich ein Firmware-Update für sein Pixel 4a-Smartphone veröffentlicht. Viele Benutzer berichteten, dass das Update ihre Geräte unzuverlässig oder sogar unbrauchbar machte, was sie zu der Frage veranlasste, ob das Update wirklich notwendig sei. Nun hat eine australische Organisation den wahren Grund für das Update enthüllt.
Google hat im Januar dieses Jahres einen sogenannten „Akku-Leistungsplan“ eingeführt, der besagt, dass einige Pixel 4a-Telefone neue Akku-Management-Funktionen benötigen, um Leistungseinbußen zu verhindern. Das Unternehmen warnte Benutzer, dass das Update die Akkukapazität einiger Geräte verringern könnte, und bot betroffenen Benutzern ein begrenztes Entschädigungspaket an.
Nach der Einführung des Updates erkannten viele Pixel 4a-Nutzer die volle Wirkung der Warnung von Google. Einige Telefone sind nahezu unbrauchbar und haben eine drastisch verkürzte Akkulaufzeit. Die neue Firmware hat viele Pixel-Besitzer enttäuscht, da Mountain View offenbar beschlossen hat, die Leistung eines eingestellten Geräts zu unterbieten, nur um als Entschädigung magere Rückerstattungen anzubieten.
Nun hat die australische Wettbewerbs- und Verbraucherkommission (ACCC) einen schwerwiegenderen und legitimeren Grund für die Aktualisierung bekannt gegeben. Die Organisation hat kürzlich eine Rückrufmitteilung für Google Pixel 4a-Smartphones herausgegeben, die zwischen 2020 und 2022 in Australien verkauft wurden, und verwies auf die Gefahr einer Überhitzung, die zu Bränden oder Verbrennungen führen könnte.
Laut ACCC betrifft das Problem nicht alle Pixel 4a-Varianten, was bedeutet, dass das Firmware-Update in einigen Fällen möglicherweise keine Auswirkungen auf das Batteriemanagement hat. Darüber hinaus verwies die australische Kommission auch auf den Vergütungsplan von Google, der es Kunden ermöglicht, ältere Geräte gegen eine geringe Entschädigung einzutauschen.
Vor dem Rückrufplan der australischen Handelskammer hatte Google keine klare Aussage zum möglichen Überhitzungsproblem des Pixel 4a gemacht. Google sagte, die australischen Behörden hätten sich für ein „freiwilliges“ Rückrufprogramm entschieden. Das Unternehmen fügte hinzu, dass Telefone, die nicht aktualisiert wurden, vorerst noch technisch verfügbar seien.
Nutzer berichteten, dass das Firmware-Update von Google die Ladefähigkeit des Akkus erheblich beeinträchtigt habe. Manche Telefone halten nur noch wenige Stunden durch, bevor sie aufgeladen werden müssen – in der heutigen, von Mobilgeräten geprägten Welt nahezu ein Zustand der „Nichtverfügbarkeit“.
Laut Code-Analysten, die das Update überprüft haben, ist der Akku des Pixel 4a in zwei Kategorien unterteilt: ATL und LSN. Google hat eine Ladekapazitätsobergrenze für LSN-Akkus festgelegt, um das Risiko einer Überhitzung zu verringern.