Am Dienstag Ortszeit gab die kanadische Verkehrsministerin Chrystia Freeland eine Erklärung heraus, in der sie bekannt gab, dass Kanada alle Subventionen für Tesla eingefroren und Tesla von der Teilnahme an Kanadas künftigem Subventionsprogramm für Elektrofahrzeuge ausgeschlossen habe.

Die Absicht hinter Kanadas Schritt liegt auf der Hand: Vergeltung gegen Trumps engen Verbündeten und Tesla-Chef Musk.

Kanada friert Subventionen für Tesla ein

Freeland sagte, die kanadische Regierung werde jede Tesla-Subvention einzeln prüfen. Die kanadische Regierung wird keine Subventionen zahlen, bis alle Subventionen untersucht und für gültig befunden wurden.

Freeland wies das Verkehrsministerium außerdem an, die Zulassungsvoraussetzungen für zukünftige iZEV-Programme (Canada Zero Emission Vehicle Incentive) zu überarbeiten, um dies sicherzustellenTesla-Fahrzeuge haben keinen Anspruch auf Subventionen, solange „die Vereinigten Staaten Kanada rechtswidrige und illegale Zölle auferlegen“.

US-Präsident Trump hat bereits eine Reihe neuer Zollmaßnahmen angekündigt, von denen die meisten Anfang April in Kraft treten werden. Nach seinem zuvor angekündigten Plan werden die USA auf die meisten Waren aus Kanada und Mexiko hohe Zölle von 25 % erheben. Erst am Montag sagte Trump, er werde bald auf Autozölle drängen.

Kanada hat die ursprünglich an Tesla gezahlten 43 Millionen kanadischen Dollar (ca. 219 Millionen RMB) eingefroren. Anfang dieses Monats hat die kanadische Stadt Toronto aufgehört, finanzielle Anreize für den Kauf von Tesla-Autos zu bieten, die als Taxis oder Mitfahrgelegenheiten genutzt werden sollen, da Kanadas Handelsbeziehungen mit den Vereinigten Staaten immer angespannter werden.

Die öffentliche Meinung über Musk verschlechtert sich in Kanada rapide

Die Haltung der kanadischen Regierung gegenüber Tesla ist kalt geworden, was offensichtlich untrennbar mit Tesla-CEO Musk verbunden ist.

Musk ist aufgrund seiner starken Unterstützung für Trump bei der US-Wahl im vergangenen Jahr zu einem engen Verbündeten von Trump geworden und wurde zum Leiter des sogenannten Department of Government Effectiveness (DOGE) ernannt. Da Trump nach seinem Amtsantritt immer wieder mit der „Annexion Kanadas“ drohte und die Zölle auf Kanada erhöhte, verschlechterte sich auch die Haltung der kanadischen Öffentlichkeit gegenüber Musk rapide.

In jüngster Zeit kam es auf viele Tesla-Händler in den USA und Kanada zu einer Reihe von Angriffen wie Schießereien und Brandstiftungen. Letzte Woche verbot die Vancouver International Auto Show Tesla wegen Sicherheitsbedenken von der diesjährigen Veranstaltung.

Mehr als 160.000 Kanadier hatten zuvor eine Online-Petition unterzeichnet, in der gefordert wurde, Musk die kanadische Staatsbürgerschaft zu entziehen. Musk antwortete später mit einem Beitrag auf der X-Plattform: „Kanada ist kein echtes Land.“ Später löschte er den Tweet jedoch.