Am 19. April veröffentlichte The Information einen Artikel, in dem es heißt, dass Meta im vergangenen Jahr größtenteils versucht habe, andere Technologiegiganten zur Finanzierung seines Llama-KI-Modells zu bewegen. Dies spiegelt die steigenden Ausgaben für KI-Technologie wider, auch wenn ihre potenziellen Erträge ungewiss bleiben.

KI-Rechenzentrum
Tech-Giganten haben reichlich Geld, aber die Ausgaben für KI erschöpfen ihr Geld. Meta erwirtschaftete im vergangenen Jahr 91,3 Milliarden US-Dollar an Barmitteln aus dem operativen Geschäft, wobei 39 Milliarden US-Dollar für Investitionsausgaben und 35 Milliarden US-Dollar für Aktienrückkäufe und Dividenden ausgegeben wurden. Meta geht davon aus, dass die Investitionsausgaben in diesem Jahr um 60 % auf 60 bis 65 Milliarden US-Dollar steigen werden. Wir können nicht davon ausgehen, dass auch der operative Cashflow um 60 % wachsen wird. Das Problem besteht also darin, dass Meta-Aktionäre möglicherweise bereits den Wert einer Investition in KI in Frage stellen.
Amazon, Microsoft und Alphabet meldeten im Geschäftsjahr 2024 einen operativen Cashflow zwischen 116 und 125 Milliarden US-Dollar. Alphabet gab im vergangenen Jahr fast den gesamten Cashflow für Investitionen, Dividenden und Aktienrückkäufe aus und erwartet für dieses Jahr einen Anstieg der Investitionsausgaben auf 75 Milliarden US-Dollar. Microsoft und Amazon verfügen über ein etwas größeres Polster zwischen ihrem Cashflow und ihren Ausgaben, aber dieses Polster könnte bald erschöpft sein, da die Investitionsausgaben steigen. Natürlich haben alle diese Unternehmen reichlich Bargeld auf der Bank, aber dieses Bargeld könnte mit steigenden KI-Ausgaben schnell schwinden. Meta hat beispielsweise den Bau eines 200-Milliarden-Dollar-Rechenzentrumscampus erörtert.
Eine Möglichkeit besteht darin, sich Geld zu leihen, um KI zu finanzieren. Bloomberg berichtete vor einigen Wochen, dass Meta mit Apollo an einer Fremdfinanzierung von 35 Milliarden US-Dollar für KI-Rechenzentren arbeite. Es besteht auch die Möglichkeit, dass ein Konsortium ähnlich dem „Stargate“-Projekt entsteht – Microsoft arbeitet mit Blackstone Group, Nvidia und xAI zusammen, um einen Rechenzentrumsfonds zu gründen. Aber es handelt sich um einen 30-Milliarden-Dollar-Plan, von dem die Gruppe sagt, dass er irgendwann auf 100 Milliarden Dollar wachsen wird, und das Geld könnte bald ausgegeben werden.