Die Petition „Stop Killing Gaming“ hat offiziell 1,4 Millionen Unterschriften erhalten, weit mehr als die Anzahl der Unterschriften, die für die Berücksichtigung ihrer Berufung erforderlich sind. Das bisherige Ziel bestand darin, eine Million Unterschriften zu sammeln, eine Zahl, die die Petition am 3. Juli erreichte. Inzwischen hat sogar der Vizepräsident des Europäischen Parlaments die Petition unterzeichnet und in den sozialen Medien seine Unterstützung für die Bewegung zum Ausdruck gebracht. Das hat jedoch mehrere Branchenveteranen, darunter den Mitbegründer von Ubisoft, nicht davon abgehalten, die Bewegung zu kritisieren.

Während die Petition indirekt durch die Entfernung von Spielen wie The Crew ausgelöst wurde, ist Ubisoft bei weitem nicht der einzige Branchenriese, der seine eigenen Online-Spiele unspielbar macht. EA hat allein in den letzten zwei Jahren Dutzende Spiele eingestellt, und diese Praxis geht weiter, wie die jüngste Entscheidung zeigt, EA Sports FC 24, ein Fußballspiel, dessen Veröffentlichung im Jahr 2023 geplant ist, zu entfernen. Der Erfolg von Stop Killing Gaming zeigt, dass Spieler zumindest in Europa von Publishern frustriert sind, die solche Entscheidungen treffen und mögliche Lösungen (wie von Spielern gehostete Server usw.) ignorieren.

Heutzutage kann das Entfernen eines Videospiels aus seinem digitalen Store manchmal dazu führen, dass es nicht mehr spielbar ist. Dies ist seit den Anfängen des Online-Gamings ein Problem, aber da Unternehmen wie Entergram plötzlich über 100 Spiele aus dem PlayStation Store entfernen, ist es für viele Spieler offensichtlich zu einem wachsenden Problem geworden. Wenn es der Petition „Stop Killing Gaming“ gelingt, das Europäische Parlament zu Änderungen zu bewegen, könnte dies zu neuen Gesetzen in der gesamten EU führen, die Videospiel-Publisher daran hindern, ihre Spiele zu entfernen. Allerdings gibt es keine formelle Ankündigung darüber, welche konkreten Maßnahmen ergriffen werden, wenn die Petition erfolgreich ist.