In einer neuen Welle künstlicher Intelligenz, die durch „Agentic AI“ repräsentiert wird, gewinnt die Unified Memory Architecture (UMA) im PC- und Computerbereich rasant an Bedeutung. AMD ist davon überzeugt, dass dies nicht nur eine wichtige Chance, sondern auch eine wichtige Richtung für die zukünftige Produktarchitektur und Roadmap ist.

Die sogenannte Unified-Memory-Architektur bezieht sich auf die enge Kopplung von CPU, GPU und Speicher auf demselben Systemchip (SoC), um einen gemeinsamen großen Speicherpool zu bilden, der vom System je nach Auslastung dynamisch zwischen CPU und GPU zugewiesen wird, anstelle des herkömmlichen Trennungsmodells „Systemspeicher + unabhängiger Videospeicher“. Bei KI-Arbeitslasten, insbesondere bei großen Modellinferenzen, kann dieses Design Datenkopie- und Bandbreitenengpässe erheblich reduzieren, sodass es sich allmählich zu einer der Mainstream-Lösungen für KI-Terminals und neue Formen von PCs entwickelt.
Mit der Einführung der AMD Ryzen AI MAX-Serie und der Hinzufügung von NVIDIA RTX Spark und anderen Produkten ist die einheitliche Speicherarchitektur zum gemeinsamen technischen Eckpfeiler von KI-Terminalplattformen geworden. AMD gab an, dass seine Ryzen AI MAX-Lösung der ersten Generation bis zu 128 GB Arbeitsspeicher bereitstellen kann, wovon bis zu 112 GB Systemspeicher für die GPU aufgeteilt werden können; Auch NVIDIA RTX Spark nutzt eine ähnliche Idee, um Speicher basierend auf der Arbeitslast dynamisch zwischen CPU und GPU zuzuweisen, sodass die einheitliche Speicherarchitektur ein breites Spektrum an Anwendungsszenarien abdecken kann, von allgemeinem Computing bis hin zu KI-Inferenz.
In einem Interview mit den Medien wurde AMD-Vizepräsident David McAfee gefragt, ob in Zukunft weitere Produkte UMA-Lösungen nutzen werden. Er antwortete, dass der Fokus auf einheitliche Speichersysteme weiter zunehmen werde und die Branche „geeignete Architekturformen“ rund um solche Systeme erforschen und auf der Grundlage vorhandener Plattformen weiterhin iterieren und verbessern werde. Er betonte, dass es sich hierbei um eine neue Art von Arbeitslast und Rechenraum handele, die AMD „eine ganze Welt voller Möglichkeiten“ bei der Produktauswahl, Straßenplanung und Bereitstellungsformen eröffnen werde.
AMD hat seinen einheitlichen Speichergedanken auf seine Produkte der nächsten Generation, die Ryzen AI MAX 400-Serie, ausgeweitet. Laut der offiziellen Einführung kann diese Produktgeneration bis zu 192 GB einheitlichen Speicher unterstützen und bis zu 160 GB der GPU zuweisen, die zur lokalen Ausführung großer Sprachmodelle (LLM) mit einer Parameterskala von mehr als 300 Milliarden Ebenen verwendet werden kann, um den extremen Anforderungen an Speicherkapazität und Bandbreite komplexer KI-Workflows und kreativer High-End-Workloads gerecht zu werden.

In der Medienrunde fragte ein Reporter außerdem, ob es möglich sei, in Zukunft UMA-Ryzen-Prozessoren für Spiele zu sehen, oder ein Design ähnlich „Strix Halo + 3D V-Cache / Paketebene Speicher mit hoher Bandbreite“, um die UMA-Funktionen durch engere Integration und Paketspeicher mit geringerer Latenz weiter zu verbessern. McAfee sagte, er habe derzeit „keine konkrete Antwort“, bekräftigte jedoch, dass Plattformen wie Strix Halo den gleichen Weg wie Nvidia einschlagen, was bedeutet, dass in das Systemdesign rund um UMA in den nächsten Jahren mehr Ressourcen investiert und die Architektur erforscht wird.
Es ist erwähnenswert, dass McAfee, als er über UMA sprach, nicht nur mobile und KI-Terminals erwähnte, sondern auch leistungsstarke Desktop-Systeme. Er glaubt, dass die kontinuierliche Verbesserung der Unterstützungsmöglichkeiten der Unified-Memory-Architektur und die Übernahme dieser Architektur durch ökologischere Teilnehmer die Gesamtentwicklung von Hochleistungs-Desktops und einheitlichen Systemformen vorantreiben und das Verständnis der Branche von „Hochleistungs-PC + Unified-Memory“ neu gestalten werden. Seiner Ansicht nach ist die einheitliche Architektur, die von Plattformen wie Halo übernommen wird, immer noch die „richtige Form“ dieses Systemtyps, und die jüngsten entsprechenden Veröffentlichungen von Nvidia können als „Bestätigung“ dieses Architekturpfads angesehen werden.
McAfee betonte außerdem, dass mit dem Aufstieg von Agentic Compute die Ausführung „sehr großer Modelle“ auf Endpunkten über einen einheitlichen Speicherpool zu einem der einzigartigen Wertversprechen dieser Systeme wird. Für AMD spielt ein solches einheitliches System eine doppelte Rolle im gesamten Produktportfolio: Einerseits unterstützt es modernste KI und große Modell-Workloads, andererseits kann es auch zur grundlegenden Plattformform für Hochleistungs-Desktops und fortschrittliche kreative Workstations werden.
Aus Branchensicht ist die Unified-Memory-Architektur kein Nischenexperiment mehr, sondern hat sich schnell zu einem Grundpfeiler der Computing-Plattformen der neuen Generation entwickelt. Da die Nachfrage von Agentic AI nach gemeinsam genutzten Speicherpools mit großer Kapazität weiter steigt, haben Hersteller wie AMD und NVIDIA gemeinsam auf UMA gesetzt, was auch bedeutet, dass dieser architektonische Weg starke Unterstützung auf Branchenebene erhalten hat. AMDs aktive Planung für neue Plattformen wie Ryzen AI MAX 400 und seine offene Haltung gegenüber der zukünftigen Form von Hochleistungsplattformen wie Strix Halo zeigen, dass dies immer noch nur der Ausgangspunkt für die Entwicklung einer einheitlichen Speicherarchitektur ist.
In einem einheitlichen System, in dem die Grenzen zwischen CPU, GPU und Speicher allmählich verschwimmen, wird erwartet, dass die Plattform der neuen Generation gleichzeitig Sprünge in Bezug auf Leistung, Energieeffizienz und Leistungsgrenzen erzielt. Dies gilt nicht nur für KI und große Modell-Workloads, sondern kann auch auf Spiele und High-End-Desktop-Bereiche ausgeweitet werden. Für AMD wird die Unified-Memory-Architektur zu einer der zentralen Grundlagen des Produktarchitekturdesigns der nächsten Generation sowie der mittel- und langfristigen Roadplanung, und das gesamte Ökosystem befindet sich gerade erst in der Anfangsphase dieses Weges.