Berichten zufolge wird der Volkswagen-Konzern die Produktion der Fließheckmodelle Volkswagen ID.3 und Cupra der Marke Born in Deutschland diese Woche einstellen. Die Aussetzung wird voraussichtlich bis Ende dieses Jahres dauern. Das Volkswagen-Werk Zwicaku stand in diesem Jahr vor mehreren Produktionsherausforderungen. Im Oktober wurden ID.3 und Born für zwei Wochen ausgesetzt, und nachdem die Produktion im November wieder aufgenommen wurde, strich das Werk die dritte Produktionsschicht.
Der Grund für die häufigen Produktionsunterbrechungen dürfte auf der Nachfrageseite liegen. Die Verbrauchernachfrage nach diesen beiden Autos ist geringer als erwartet, was den Volkswagen-Konzern vor große Herausforderungen gestellt hat, so dass die bisher ergriffenen Maßnahmen das Problem des Ungleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage nicht lösen konnten. Infolgedessen beschloss der Konzern, die Produktion dieser beiden Autos erneut auszusetzen, und die Aussetzung wird bis zu einem Monat dauern.
Erschwerend kommt hinzu, dass die Produktionslinie für Crossover und SUVs (Volkswagen ID.4, ID.5, Audi Q4e-tron und Q4Sportbacke-tron) im Werk Zwickau wegen mangelnder Versorgung mit Heckantriebsaggregaten seit rund drei Wochen stillsteht. Lieferprobleme bei den neuen APP550-Antrieben des Volkswagen-Konzerns betreffen auch andere Werke in Europa.
Die gute Nachricht ist jedoch, dass Berichten zufolge Volkswagen voraussichtlich diese Woche die Produktion von Crossovers und SUVs wieder aufnehmen wird. Es ist jedoch unklar, ob das Unternehmen die Produktion vollständig oder in begrenztem Umfang wieder aufnehmen wird.
Berichten zufolge wird die Situation im Volkswagen-Konzern „kritisch“, nachdem Vorstandsvorsitzender Thomas Schäfer die Mitarbeiter vor der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit der Marke gewarnt hat.
Das Werk Zwickau hat die Verträge von 269 Mitarbeitern in diesem Jahr nicht verlängert, und ein Unternehmenssprecher sagte, dass auch fast 500 Leiharbeiter ihre Verträge im nächsten Jahr nicht verlängern könnten. Berichten zufolge könnten die Entlassungen im Zusammenhang mit Produktionskürzungen bis 2024 andauern.