Fans warten seit vielen Jahren darauf, eine Live-Action-Adaption von „Resident Evil“ zu sehen, die nicht frivol und dem Originalwerk treu bleibt, aber Regisseur Zach Cregger dürfte sie wohl nicht zufriedenstellen.

Der neue Resident Evil-Film wird eine originelle Geschichte ohne Spielcharaktere sein

Der Regisseur, der bei „Barbarians“ und „Arms“ Regie geführt hat, ist zweifellos der beste Kandidat für die Regie des Live-Action-Remakes von Capcoms Survival-Horror-Serie „Resident Evil“. Seine jüngsten Filme fühlten sich bereits wie Liebesbriefe an Spiele an. Als offiziell bekannt gegeben wurde, dass er den neuen Film übernehmen würde, dachten – oder hofften – viele Leute, dass er die Serie auf einen Weg zurückbringen würde, der erfahrenen Spielern vertraut ist. Denn frühere Adaptionen von „Resident Evil“ waren schon immer Flickenteppiche und Fans wünschen sich eine originalgetreu restaurierte Version der Geschichte, am besten mit klassischen Charakteren wie Jill Valentine und Leon S. Kennedy auf der Leinwand, und Leon ist noch beliebter.

Der neue Resident Evil-Film wird eine originelle Geschichte ohne Spielcharaktere sein

Allerdings machte Craig deutlich, dass sein Film zwar in der Welt von „Resident Evil“ spielt, aber eine völlig neue Geschichte erzählen wird.

In einem Interview mit Inverse sagte er: „Erstens wird dies nicht gegen die Spielregeln verstoßen. Ich bin ein eingefleischter Fan des Spiels, daher ist die Geschichte, die ich erzähle, sowohl eine Liebeserklärung an das Spiel als auch den Spielregeln entsprechend.“

Craig wird jedoch keine Geschichten aus der Serie nacherzählen.

Craig erklärte: „Obwohl es mit dem Setting von Resident Evil übereinstimmen wird, werde ich Leons Geschichte nicht machen, ohne dieselbe Geschichte zu erzählen, weil Leons Geschichte bereits im Spiel ist und (Fans) das Spiel spielen können.“

Der neue Resident Evil-Film wird eine originelle Geschichte ohne Spielcharaktere sein

Der neue „Resident Evil“-Film wird Leons Geschichte nicht erzählen

Craigs Kommentare stimmen mit den jüngsten Nachrichten von Brancheninsidern überein, dass sein neuer Film Originalcharaktere enthalten wird, ähnlich wie Milla Jovovichs Positionierung in der früheren Filmreihe. Das ist offensichtlich ein schlechtes Zeichen für jene Zuschauer, die sich auf eine Live-Action-Version von Leons Abenteuer freuen und hoffen, näher am Originalwerk zu sein als „Resident Evil: Willkommen in Raccoon City“ aus dem Jahr 2021.

Craig ist zuversichtlich, was seine Richtung angeht, aber der Weg, den er einschlägt, ist genau derselbe wie in den alten „Resident Evil“-Filmen aus den 2000er Jahren, was langjährige Fans möglicherweise nicht beruhigt. Beim heutigen Trend zur Spieleadaption geht es eher darum, originelle Geschichten zu erzählen, als die Handlung eins zu eins nachzubilden. Obwohl dieser Ansatz möglicherweise neue Zielgruppen anzieht, kann er auch alte Spieler leicht enttäuschen.

Besonders in einer Zeit, in der HBOs „The Last of Us“ mit seiner nahezu intakten Handlung Mundpropaganda und Einschaltquoten gewonnen hat, erscheint diese Idee, bewusst auf eine „wörtliche Übersetzung“-Adaption zu verzichten, etwas ungewöhnlich. Ob der neue „Resident Evil“ letztendlich für Überraschungen sorgen kann, bleibt abzuwarten, aber wenn man bedenkt, wie oft die Serie auf der großen Leinwand kippte, möchten die Fans dieses Mal vielleicht lieber nicht allzu „überrascht“ sein.