Die britische Regierung erwägt die Einführung eines neuen Gesetzes, das Minderjährigen unter 16 Jahren die Interaktion mit Fremden in Spielen wie Fortnite und Minecraft verbieten würde. Der Vorschlag folgt den bereits von vielen Ländern auf sozialen Plattformen eingeführten Jugendschutzmaßnahmen und zielt darauf ab, soziale Funktionen auf Spieleplattformen weiter zu standardisieren.

Es wird berichtet, dass das Hauptziel des vorliegenden Gesetzentwurfs darin besteht, die Funktionen sozialer Medien für Minderjährige einzuschränken, einschließlich Mechanismen wie unendlichem Scrollen und automatischer Wiedergabe. Gleichzeitig legt der Gesetzentwurf ein besonderes Augenmerk auf die freie Interaktion zwischen Minderjährigen und Fremden auf Spieleplattformen. Derzeit gibt es für beliebte Spiele wie Roblox und Minecraft keine umfassenden, einheitlichen Regeln für Altersgrenzen. Die britische Kinderbeauftragte Rachel de Souza sagte, dass Videospiele ein zentraler Schwerpunkt dieses Gesetzentwurfs seien, da viele kleine Kinder mehr Zeit mit Spielen als mit sozialen Medien verbringen.

Der neue Vorschlag des Vereinigten Königreichs orientiert sich eng an den entsprechenden Verboten, die in vielen Ländern und Regionen umgesetzt wurden oder vorangetrieben werden. Die australische Regierung übernahm die Führung bei der Einführung eines umfassenden Verbots sozialer Medien für Minderjährige und verbot Kindern unter 16 Jahren die Registrierung von Konten auf vielen sozialen Plattformen. Der Staat New York hat außerdem Anfang Mai dieses Jahres den „Children's Online Safety Act“ angekündigt, der alle Online-Plattformen mit Chat-Funktionen verpflichtet, eine Altersüberprüfung durchzuführen. Die britische Regierung hat die konkreten Umsetzungsdetails und den voraussichtlichen Zeitpunkt des Verbots bislang nicht bekannt gegeben.

Angesichts zunehmender Rechtsstreitigkeiten und regulatorischen Drucks haben viele Gaming- und soziale Plattformen begonnen, proaktive Maßnahmen zu ergreifen, um Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden. Die „Call of Duty“-Reihe hat im Juli 2025 eine Altersüberprüfungspflicht eingeführt. Spieler von „Black Ops 6“ und „War Zone“ müssen ihr Geburtsdatum bestätigen, bevor sie spielen können.