Der Apple-Zulieferer BOE hat bei der Produktion von OLED-Displays für iPhone 15-Modelle noch keinen Durchbruch geschafft. Laut einem neuen Bericht von DigiTimes arbeitet der chinesische Hersteller aufgrund von Ertragsproblemen immer noch daran, das Panel-Angebot zu erweitern. Obwohl BOE stark in die Forschung und Entwicklung von Panels investiert hat, hatte das Unternehmen Schwierigkeiten, das Ertragsproblem zu lösen, insbesondere beim OLED-Panel, das im Basismodell des iPhone 15 verwendet wird.
Apple genehmigte die Massenproduktion dieser Panels im März 2023 unter Auflagen, doch im September erhielt der Lieferant keine formelle Genehmigung und Apple gab die Bestellung schließlich auf.
BOE sollte OLED-Displays für das Standard-iPhone 15 und das größere iPhone 15 Plus bereitstellen, doch der Hersteller stieß auf Lichtleckprobleme in den säulen- und lochförmigen Ausschnitten des OLED-Displays, die den Platzbedarf für die TrueDepth-Kamera und FaceID (Smart Island) gewährleisten.
Erste Spekulationen gehen davon aus, dass BOE im Jahr 2023 etwa 5 Millionen iPhone 15-Panels liefern könnte. Aufgrund von Verzögerungen und geringen Ausbeuten ist das erwartete Angebot jedoch auf 2 bis 3 Millionen Panels gesunken. Schlimmer noch für BOE ist, dass Lichtlecks bei größeren Panels schwerer zu vermeiden sind. Daher gilt es nun als unwahrscheinlich, dass BOE im Jahr 2023 eine Produktionslizenz für iPhone 15 Plus-Panels erhält. Schätzungen zufolge beträgt die Ausbeute noch immer nur etwa 30 %.
Samsung Display liefert derzeit Panels für die gesamte iPhone 15-Serie und hatte von Juni bis August 2023 91 % des Marktanteils solcher Panels. Wenn BOE das Angebot nicht erweitern kann, wird Samsung erneut profitieren.